18. Todestag Claude Jade

Am 1. Dezember 2006 starb Claude Jade. In Trauer neben Familie und Freunden auch die Filmwelt. Kulturminister Donnedieu de Vabres nahm Abschied von der „Inkarnation des Charmes und der Eleganz Frankreichs“.
Heute würde sie die „délicieuse vieille dame“ spielen, „indigne de préférence“. 
18 Jahre nach ihrem Verschwinden hält Arte in Frankreich und Deutschland die Erinnerung an die Schauspielerin in der Mediathek mit zwei Filmen wach, die bis zum 1. Februar 2025 dort frei verfügbar sind. 

Am heutigen Todestag die Worte von Véronique Cayla, damals Vorsitzende des Centre national de la cinématographie und Ex- Präsidentin von Arte.

Mit großer Trauer habe ich vom Verschwinden von Claude Jade erfahren.
Sie war eine große und schöne Schauspielerin, die vor allem in den Filmen von François Truffaut, der sie entdeckt hatte, die diskrete Anmut der jungen französischen Frau repräsentierte.
Heute zolle ich einer Schauspielerin von zärtlicher Leuchtkraft Tribut, einer Frau, die sich stets einen klaren Blick auf ihren Beruf bewahrt hat, und ich spreche ihrer Familie und ihren Angehörigen mein aufrichtiges Beileid aus.

Arte bewahrt jene „zärtliche Leuchtkraft“ und nahm bereits im Oktober die drei Filme von François Truffaut in die Mediathek auf.  Die „Baisers volés“ sind vorerst „Baisers envolés“, doch bis Ende Januar 2025 sind weiterhin „Domicile conjugal“ (Tisch und Bett / Das Ehedomizil) und „L’amour en fuite“ (Liebe auf der Flucht) auf Arte online.

Arte, der Sender, der zuletzt auch Hitchcocks „Topas“ ausstrahlte und die Dokumentationen „François Truffaut, l’insoumis“ von Alexandre Moix und „Jean-Pierre Léaud, Truffauts Alter ego“ von Cyril Leuthy, in denen Claude Jade zu sehen war, machte die Kultserie „L’île aux trente cercueils“ (Die Insel der dreißig Särge) als „Die Insel der dreißig Tode“ mit Claude Jade als couragierter Heldin Véronique d’Hergemont 1996 auch in Deutschland bekannt.

Arte machte „L’île aux trente cercueils“ auch in Deutschland bekannt.



weiterhin in der Arte Mediathek: Tisch und Bett (Domicile conjugal)

weiterhin der der Arte Mediathek: Domicile conjugal (Tisch und Bett)

Für „Domicile conjugal“ erhielt Claude Jade im Dezember 1970 den Prix Révélation du cinéma, dem Vorgänger des Meilleur Espoir von Georges Cravennes César, jenem Filmpreis, dem die bisherige Arte-Präsidentin Véronique Cayla heute vorsteht.


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