Bon anniversaire Yves Rénier

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Yves Rénier wird heute 73. Im Kino hatte er seinen erfolgreichen Start als Albert de Morcerf im 1961er „Graf von Monte Christo“. Doch es war das Fernsehen, das ihn berühmt machte: 1965 als Held des Vierteilers „Belphegor“ und vor allem mit der Titelrolle des „Kommissar Moulin“, den er von 1976 an spielte. Serienheld Jean-Paul Moulin ist ein moderner Kommissar, der Heuchler, Opportunisten und Bürokraten verabscheut und auf Konventionen pfeift. So auch 1981 in der Folge „L’amie d’enfance“ (Die Freundin aus der Kindheit).

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Der Anruf einer gewissen Isabelle Mencier ruft plötzlich Erinnerungen wach an Moulins erste Liebe. Sie sei in Paris und erwarte ihn am Gare de Lyon. Isabelle kommt zur Sache: Sie ist Dozentin in Nantes und würde gern für eine Woche bei ihm unterkommen. Claude Jade ist erfrischend, wenn sie beim ersten Treffen mit vollem Mund spricht, dass Moulin nichts versteht. Sie zieht ihn auf mit seinem verdrängten Spitznamen und bald teilen die beiden das Bett. .Doch dann wird Isabelle mit nächtlichen Anrufen terrorisiert. Sie entschließt sich, Moulin bei der Jagd auf einen Serienmörder zu helfen.
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„Kommissar Moulin“ war Claude Jades erste Gastrolle in einer Krimiserie, der bis 2005 noch einige weitere („Julie Lescaut“, „Une femme d’honneur“, „La Crim“, „Groupe flag“) folgen sollten.

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Bon anniversaire, Bernard Le Coq – 65

Bernard Le Coq wird heute 65.

In „Les feux de la Chandeleur“ (Kerzenlicht) spielte er 1972 in seiner ersten großen Rolle den Bruder von Claude Jade.

Die Geschwister Laura (Claude Jade) und Jean-Paul Boursault (Bernard Le Coq) in Film – und im Comic des argentinischen „Intervalo álbum“
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Eine ausührliche Würdigung erfolgt in den nächsten Tagen.

Bon anniversaire, Yves Penay

„Ich kenne die Vorlieben meines Mannes für junge Mädchen von 16 Jahren. Lionel ist ein großes Kind“.
Estelle Toulouse (Claude Jade) nimmt ihren des Mordes verdächtigten Mann (Yves Penay) in Schutz, doch dann wendet sich das Blatt und Estelle gesteht den Mord an der kleinen Amanda, die ein Kind erwartet und abgetrieben hat. Lügt Estelle?

Claude Jade und Yves Penay in

Claude Jade und Yves Penay in „Julie Lescaut – Rumeurs“ (1995)

yves penay imageHeute wird Yves Penay, der am 23. September 1952 geboren wurde, 53.
Er spielte in mehreren Arbeiten der Regisseurin Marion Sarraut, unter anderem als Louis XI in „La florentine“ und als Courtois im  „Une femme d’honneur“-Krimi „Double détente“. 1995 war auch in „Belle Époque“, der TV-Adaption von François Truffauts letztem Drehbuch, mit von der Partie – und im „Julie Lescaut“-Krimi „Rumeurs“, der in Deutschland als „Lynchjustiz“ lief, spielt er den von seiner Gattin beschützten Ehemann von Claude Jade – mit großem Charme.

75. Geburtstag Anna Karina

Heute wird Anna Karina 75.

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Anna Karina in „Pierrot le fou“, Claude Jade in „Domicile conjugal“

Hatte François Truffaut seine Muse Claude Jade am Theater entdeckt, so sah Jean-Luc Godard Anna Karina erstmals in einem Werbespot für Palmolive. Hanne Karin Blarke Bayer wollte wie Claude auch schon früh Schauspielerin werden, doch während Claude bereits mit 15 das Konservatorium besuchen durfte, hätte die 17jährige Dänin bis zu ihrem 21. Lebensjahr darauf warten müssen, an einer Schauspielschule angenommen zu werden.

Ein dänischer Kurzfilm, in dem sie auftritt, läuft in Cannes – und Hanne Karin bleibt in Frankreich, wo sie sich mit dem Traum von Film und Theater als Model durchschlägt. Coco Chanel soll ausgerufen haben: „Schauspielerin? Nicht mit diesem Namen!“ Aus Hanne Karin Blarke Bayer wird Anna Karina – und bald darauf die Frau und Muse Godards.
Fast acht Jahre später wird aus der acht Jahre jüngeren Claude Marcelle Jorré – auf Anraten ihrer Tante, von der sie „Coco“ genannt wird – Claude Jade.

Anna Karina Geisha Claude Jade Geisha Godard Truffaut Nouvelle Vague Muses

Beide Schauspielerinnen sind privat und beruflich Wegbegleiterinnen der Begründer der Nouvelle Vague. Während Claude Jade Truffaut auf seinem Weg vom Bahnbrecher des formalen Experiments zum romantischen Erzähler begleitet, entwickeln sich die Arbeiten von Karina und Godard gegenteilig.

Anna Karina et Jean-Claude Brialy

oben: Karina, Brialy; unten: Jade. Léaud

Anna Karina und Claude Jade 1987 in

Anna Karina und Claude Jade 1987 in „mardi cinema“

In Pierre Tchernias „Mardi cinema“ stellt Claude Jade 1987 „L’homme qui n’était pas là“ vor und Anna Karina „Dernier été à Tanger“. In der TV-Sendung treffen die Musen der führenden Köpfe der Nouvelle Vague zusammen: Die beiden stellen ihr Filmwissen unter Beweis, in dem sie abgedeckten Gesichtern die passenden Namen zuweisen. So verfeindet Truffaut und Godard seit ihrem endgültigen Bruch 1973 bis zuletzt waren, so verspielt und einander zugeneigt begegnen sich Anna Karina und Claude Jade.

Im gegnerischen Team weisen Julien Guiomar und Anthony Delon den verdeckten Gesichtern diverser Filmpartner Anna Karinas und Claude Jades die jeweiligen Namen zu. Zwischenrufe aus dem Publikum lassen erkennen, dass weder „Mon oncle Benjamin“ noch „Le Pion“ und schon gar nicht „Baisers volés“ vergessen sind, ebenso wenig „Pierrot le fou“ oder „Une femme est une femme“ . Doch den meisten Kinogängern der ausgehenden 80er Jahren sind Anna Karina und Claude Jade – wenn überhaupt – Begriffe einer anderen Epoche.

anna karina claude jade 1987

Anna Karinas letzter Aufsehen erregender Filmauftritt ist 2002 ein Cameo in Jonathan Demmes furchtbarem „Charade“-Remake „The Truth about Charlie“ – es sollte eine Hommage an ihre Glanzzeit werden.

Wünschen wir ihr zum 75., dass sie weiterhin inspiriert und – vielleicht – würdevoll wiederentdeckt wird.