Todestag Claude Jade 2022

 

„Sie war die Inkarnation der Eleganz, der Einfachheit und des Charmes Frankreichs“ beschrieb Frankreichs Kulturminister Renaud Donnedieu de Vabres die Schauspielerin Claude Jade, als er von ihrem Tod am 1. Dezember 2006 erfuhr: „Sie bleibt ein Vorbild für Generationen von Schauspielern, die an dieses ‚fichu métier‘, diesen verdammten Job, wie sie ihn gerne nannte, glauben.

 

Claire Chazal auf TF1: Nachruf auf Claude Jade.

„Mit großer Trauer erfuhr ich vom Verschwinden Claude Jades. Sie war eine große und schöne Schauspielerin, insbesondere in den Filmen von François Truffaut, der sie entdeckt hatte, die diskrete Anmut der jungen Französin. Heute würdige ich eine Schauspielerin von sanftem Strahlen, eine Frau, die ihre Klarheit in ihrem Beruf immer intakt gehalten hat, und ich möchte ihrer Familie und ihren Lieben mein tiefstes Beileid aussprechen. » (Véronique Cayla, Generaldirektorin des Centre National de la Cinématographie, heute Präsidentin Arte)

Claude Jade Nachruf Neues Deutschland „Tisch und Bett“

„Sie hat ihr Leben auf der Bühne beendet … sie war wunderschön und hat eine bemerkenswerte Leistung gezeigt. Es war der 8. August, es war gestern. Claude Jade fühlte sich in einer Umgebung, in der man manchmal die Ellbogen benutzen muss, nicht sehr wohl, [… aber] sie war weder eifersüchtig noch bitter. Sie dachte immer an die anderen „. (Jacques Rampal, Autor und Regisseur ihres letzten Stücks „Célimène et le cardinal“)

Claude Jade spielte bis zum 8. August 2006 die Célimène in Jacques Rampals „Célimène et le cardinal“

„Journal des femmes“  – eine Erinnerung an Claude Jade


hier der Link: Journal des femmes – Claude Jade nous a quittés il y a 14 ans

 

Filmdienst

 
 
 
 

Artikel in „Nous deux“ 2020 zu Claude Jade, die heute vor 14 Jahren starb

 

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Geburtstag Claude Jade

Claude Jade in „Le bateau sur l’herbe“ von Gérard Brach, der derzeit in einigen Ländern auf Netflix läuft.

Heute wäre Claude Jade 74 Jahre geworden.
Vor 50 Jahren spielte sie im Fernsehfilm „La Mandragore“ nach Niccolò Machiavellis „La Mandragola“ die Lucrezia mit dem Haarnetz von Elizabeth Taylor aus Zeffriellis „Der Widerspenstigen Zähmung“. Hier kurze Ausschnitte als eine Art Trailer. Der Fernsehfilm von Philippe Arnal wurde am 9. November 1972 im ORTF ausgestrahlt. Claude Jades Partner waren unter anderem Paul Barge und Angelo Bardi.

 

Dani – Danièle Graule 1944-2022

Claude Jade und Dani in „L’amour en fuite“

„Liliane hatte das Gesicht eines Vamps und ausgesprochen burschikose Manieren, sie war das absolute Gegenteil von Christine und zugleich all das, was Christine gern gewesen wäre“, beschreibt Antoine Doinel in Truffauts „Liebe auf der Flucht“ die Freundin seiner Frau Christine, Liliane, gespielt von Danièle Graule, die als Dani bekannt wurde. * „Liliane avait un visage de femme fatale avec des allures de garçon manqué. Elle était tout ce que Christine aurait voulu être“
Vor zwei Tagen, am 18. Juli, starb sie im Alter von 77 Jahren.

Dani, Jean-Pierre Léaud und Claude Jade in „Liebe auf der Flucht“

In „Liebe auf der Flucht“ (L’amour en fuite) erscheint Dani als Liliane in Rückblenden, die so tun als stammten sie aus dem Doinel-Zyklus, einem nicht veröffentlichten Film zwischen „Domicile conjugal“ und „L’amour en fuite“. Sie scherzt mit Julien Dubois, der den Sohn von Christine und Antoine spielt, aus den gegenüberliegenden Fenstern, die aus „Domicile conjugal“ bekannt sind. Tatsächlich war Liliane eine Figur in „La nuit américaine“, die Scriptvolontärin, die eine Affaire mit Schauspieler Alphonse (Jean-Pierre Léaud) hat und dann mit einem Stuntman durchbrennt.

Liliane aus „La nuit américaine“ in „L’amour en fuite“. Jean-Pierre Léaud, Dani und Claude Jade.

Dani, François Truffaut und Claude Jade bei Dreharbeiten

François Truffaut mit seinen Hauptdarstellern Claude Jade, Dani, Jean-Pierre Léaud und Dorothée

Dani war längst keine Unbekannte, als François Truffaut ihr 1973 mit „Die amerikanische Nacht“ zum Durchbruch verhalf. 1963 kam sie aus Perpignan nach Paris, wo sie Kosmetikerin werden wollte. In der Pariser Clubszene knüpfte sie Kontakte zum Mannequin Zouzou, das ebenfalls mit eigentlichem Vornamen Danièle heißt, zum Schauspieler Marc Porel und zu dessen Halbbruder Jean-Marie Périer, einem erfolgreichen Mode-Fotografen. Sie verliebt sich in Périers Mitarbeiter Benjamin Auger, den sie später heiraten wird. Sie arbeitet als Fotomodell und posiert mit Zouzou in Fotoromanen. In den Nachtclubs lernt sie Jimi Hendrix und die Rolling Stones kennen und startete mit Hilfe Benjamin Augers als Sängerin mit „Garçon manqué“. Sie gilt schnell als Vamp der Nachtclub-Szene. Während Claude Jade 1969 in Interviews erklärt, sie würde sich in Nachtclubs langweilen, wird Dani genau dort Mitte der 60er Jahre zu einer „Königin der Nacht“.

Tanzschritte vom Vamp: Dani und Claude Jade in „L’amour en fuite“

Ihre Schauspielkarriere begann sie 1964 mit einem kurzen Auftritt in Roger Vadims „Der Reigen“. Im selben Jahr folgte in Eric Schlumbergers Sketch zum Episodenfilm „Schräger Charme und tolle Chancen“ (La chance et l’amour) neben Stefania Sandrelli und Jacques Perrin eine Nebenrolle als Sandrellis Freundin. Eine weitere Nebenrolle hat sie in „Das Mädchen von drüben“ nach einem Buch von Roman Polański und Gérard Brach. Jean-Marie Périer, der sie immer wieder für Magazine fotografierte, dreht 1971 den Film „Tumuc Humac“ und gibt ihr neben seinem Halbbruder Marc Porel und seinem Vater François Périer eine Hauptrolle. An Porels Seite dreht sie erneut in „Un officier de police sans importance“, in dem auch Robert Hossein und Charles Denner mit von der Partie sind. 1973 spielt sie neben Michel Galabru und Henri Guybet die Frau von Bruno Pradal  in Georges Lautners Komödie „Quelques messieurs trop tranquilles“ – zehn Jahre, bevor Claude Jade, die eng mit Pradal befreundet ist, dessen Frau in „Une petite fille dans les tournesols“ spielt.  1973 gibt François Truffaut Dani die Rolle von Nathalie Bayes Script-Assistentin in „La nuit américaine“.

Dani als Liliane in „La nuit américaine“ (1973) und in „L’amour en fuite“ (1979)

Truffauts Film bringt ihr Anerkennung, doch keine neue Filmrolle. Sie übernimmt auf Anraten von Alain Delon die Leitung eines Nachtclubs, „L’Aventure“. Zu ihren Gästen zählen neben arabischen Scheichs, Alain Delon und dessen Frau Nathalie auch Serge Gainsbourg, Patrick Dewaere und Chantal Goya.

Dani konzentriert sich neben dem Betreiben des Nachtclubs auf ihre Gesangskarriere. Für den Grand Prix d’Eurovison soll sie mit „La Vie à 25 ans“  auftreten, doch nach dem Tod von Georges Pompidou sagt Frankreich die Teilnahme ab.

Im Fernsehfilm „Zwischen Tod und Leben“ (Les anneaux de Bicêtre) nach Georges Simenons Roman „Die Glocken von Bicêtre“ kreuzen sich 1976 erstmals die Wege von Claude Jade als Krankenschwester Blanche, die den von Michel Bouquet gespielten Verleger ins Leben zurückholt und Dani, die als dessen alkoholkranke Frau Lina zu Besuch ins Krankenhaus kommt.

Cover Girls Claude Jade, Dani „Jours de France“ 1971, 1975, 1973

Claude Jade, Dani: Nous deux flash

Es folgt eine biedere Militärklamotte mit den Charlots als Fremdenlegionäre („Et vive la liberté!“), bevor Truffaut ihr mit „Liebe auf der Flucht“ 1978 erneut ein Geschenk macht: Liliane gehört so zur Antoine-Doinel-Chronik. In einer aus „Die amerikanische Nacht“ verwendeten Rückblende, einem Disput zwischen Liliane und Alphonse, wird ein Streit zwischen Liliane und Antoine, in den eine neu gedrehte Szene mit Claude Jade montiert wurde .

Im Original war es Truffaut als Ferrand, der die beiden anspricht, hier ist es Christine Doinel, die den beiden zuruft, sie sollen sich endlich versöhnen. Auch ein Dialog zwischen Liliane und Christine über Antoine, für den eine Frau gleichzeitig eine Krankenschwester, eine Geliebte, ein Schwesterchen und eine Amme sein muss und sie, Liliane, diese Aufgaben nicht erfüllen könne, entstammt einem Dialog aus der „amerikanischen Nacht“ und erinnert auch an die Szene aus „Domicile conjugal“, in der Antoine der im Taxi sitzenden Christine sagt, sie sei seine kleine Schwester, seine Tochter, seine Mutter und sie entgegnet „Ich wär auch gern deine Frau gewesen.“

Neu gedrehte Flashbacks zeigen die Freundschaft von Christine und Liliane, die gemeinsam illustrieren und tanzen oder sich über Antoine lustig machen. Christine, die Liliane Geigenunterricht gibt und sie „sehr schön“ findet, bewundert die neue Freundin, die Kinderbücher schreibt und illustriert. Christine berichtet Antoine stolz, dass ihr auch ihre Bilder gefallen würde, die sie mal für Alphonse gemalt hätte. So findet Christine neben der Arbeit als Geigenlehrerin eine weitere Aufgabe als Illustratorin.

Claude Jade und Dani in „L’amour en fuite“

Dani, Jean-Pierre Léaud, Claude Jade

Als Gruß an seinen Freund Éric Rohmer lässt Truffaut Liliane und Christine Kostümentwürfe für dessen „Perceval le Gallois“ malen, der etwa zeitgleich mit „L’amour en fuite“ ins Kino kommt -und bei dem ebenfalls Nestor Almendros hinter der Kamera steht. Liliane lebt sich ein, die beiden werden unzertrennlich und Antoine meint, sie wollten ihre Persönlichkeit tauschen: „jede wollte die andere werden“ Die beiden küssen sich, was Antoine irritiert und nun parodiert Claude Jade Antoine: wie Jean-Pierre Léaud gestikulierend, ahmt sie Antoine nach, der seit der Lektüre der Romane von Colette überall nur Lesben sieht und Christine warnt, sich vor Liliane in Acht zu nehmen: „Weißt du Christine, trotz allem; ich frage mich wirklich, ob Liliane nicht doch etwas mit dir vorhat. Dieses Mädchen mag alles, was vage ist, seltsam, bizarr, zweideutig, du verstehst, was ich meine. An deiner Stelle würde ich aufpassen.“

Dani, Jean-Pierre Léaud und Claude Jade

In den Sommerferien in Südfrankreich bittet Christine Antoine, er könne ruhig etwas netter zu Liliane sein. Die Szene, in der Christine zu früh vom Markt heimkommt und nun Liliane und Antoine im Bett erwischt, zeigt Truffaut erneut als Buchliebhaber: Antoine hatte Liliane ein Buch geschenkt und sie hatte es, um den Umschlag zu schützen, in Zeitungspapier gewickelt. Und das habe Antoine dann so gerührt, dass er mit ihr schlafen musste. Christine berichtet später Colette (Marie-France Pisier) davon, bei einer Begegnung der Ehemaligen von Antoine Doinel, zu denen nun auch Danis Liliane gehört.

Antoine mit Sabine (Dorothée), Colette (Marie-France Pisiser), Christine (Claude Jade) und Liliane (Dani): Jean-Pierre Léaud in „Liebe auf der Flucht“ (L’Amour en fuite“ von François Truffaut

Gruppenfoto bei Dreharbeiten zu „L’amour en fuite“

Auf „L’amour en fuite“ folgen keine weiteren Rollen. Ende der 70er Jahre, als das Model Zouzou bereits wegen Heroinkonsums abstürzt ist, verliert auch Dani ihren Nachtclub. 1981 wird sie wegen Besitzes und Handels mit Drogen verhaftet, die Magazine berichten von „Dani, Pracht, Drogen, Dekadenz“ und „Dani, vom Jet-Set ins Gefängnis“.

Gemeinsam vor die Kameras traten Claude Jade und Dani erneut in Cannes 1985 zu einem Familienfoto bei einer „Hommage à François Truffaut“ . Im Mai 1989 begegnen sich sich erneut für eine Dokumentation zu einer Truffaut-Ehrung in Cherbourg, „Truffaut et les femmes“, in der Claude Jade, Alexandra Stewart und Dani interviewt wurden. Zwei Jahre vor diesem Treffen der drei Truffaut-Schauspielerinnen hatte Dani ihre Memoiren unter dem Titel „Drogue la galère“ herausgebracht und hatte 1988, zehn Jahre nach „L’amour en fuite“, ein Kino-Comeback mit einer Nebenrolle in Claude Chabrols „Eine Frauensache“.

Alexandra Stewart, Claude Jade und Dani im Mai 1989 in Cherbourg

Alexandra Stewart, Claude Jade und Dani im Mai 1989 in Cherbourg

Dani dreht sporadisch, so 1992 als Gaststar in einer Folge von „Kommissar Moulin“, eröffnet einen Blumenladen – und hat 2001 ein Comeback als Gesangsstar: Dank Étienne Daho wird das 1975 von Serge Gainsbourg auch für Dani geschriebene Stück „Comme un boumerang“ ausgegraben, als Duett von Daho und Dani veröffentlicht und ein Hit. Es geht wieder aufwärts: Für ihre Concierge Claudie in „Ein perfekter Platz“ (Fauteuils d’orchestre) erhält sie eine César-Nominierung für die beste Nebenrolle, Auftritte in „Sag, dass du mich liebst“ (Parlez-moi de vous, 2012) und OIivier Marchals „Carbone“ (2017) folgen. 2018 war sie in der Serie „Aux animaux la guerre“ neben Roschdy Zem und Michel Subor als Zems Mutter zu sehen. 2020 hatte sie mit Olivier Marchal  ihren letzten Film „Bronx“ abgedreht. Nun ist sie im Alter von 77 Jahren gestorben. Adieu Dani.

In einem Nachruf auf Dani schreibt „Les Inrockuptibles“ am 20. Juli: „1979 war Liliane wieder bei Truffaut in L’Amour en fuite, dem letzten Film der Antoine-Doinel-Saga, zu sehen, wo sie eine Schülerin und Freundin von Christine Doinel (Claude Jade) spielte. Sie ist Kinderbuchautorin und Christine Doinel wird ganz natürlich ihre Illustratorin. Doch Doinel schläft mit Liliane. Die Doinels lassen sich schließlich scheiden (nicht nur deswegen, um ehrlich zu sein). Truffaut verwendet und fügt in L’Amour en fuite Szenen aus La Nuit américaine ein, wie er es auch mit Szenen aus früheren Episoden des Doinel-Zyklus tut. Liliane vertraut sich Christine einmal an, nachdem sie sich von Antoine Doinel getrennt hat: „Er braucht eine Frau, eine Geliebte, eine kleine Schwester oder eine Amme, eine Krankenschwester, und ich fühle mich unfähig, alle Rollen gleichzeitig zu spielen“. Christine kann ein Lied davon singen…“ link zum Nachruf Dani en cinq films

Dani, François Truffaut und Claude Jade

Mein Onkel Benjamin DVD

Jacques Brel als Benjamin und – nicht zu vergessen! – Claude Jade als Manette haben mehr Sonne auf unsere Erde gebracht als alle längst verblichenen Sonnenkönige zusammen.“, schrieb Filmkritiker Heinz Hoffmann, als „Mein Onkel Benjamin“ 1972 in den Kinos der DDR seine deutsche Erstaufführung erlebte. Und Renate Holland-Moritz legte im „Eulenspiegel“ nach: „„Zu den großen Vorzügen des Films gehört die Bekanntschaft mit der schönen und hochbegabten Claude Jade, einer Schauspielerin, die auch François Truffaut genügend faszinierte […] .“

In Österreich startete der Film als „Der Mann im roten Rock“ im Kino, in der BRD hatte Édouard Molinaros Film dann Videopremieren als „Mein Onkel Benjamin“ und „Der Frauenheld“.  Nun ist der Filmklassiker bei Pidax als DVD erschienen.
Mehr zum Film hier.

Am 8. Mai pries der „Résistance Republicaine“ den Film als „jedes Mal ein Jungbrunnen, der den Alltag vergessen lässt“ und veröffentlichte einige Ausschnitte und ein Interview mit Claude Jade. Hier der Link
und das Interview:

Jacques Perrin 1941 – 2022

Jacques Perrin und Claude Jade in „Home sweet Home“

Seinen frühen Ruhm als Jungstar der 1960er Jahre nutzte Jacques Perrin, um seine humanistischen Anliegen als Produzent zu verwirklichen. Am 13. April starb der engagierte Schauspieler und Filmemacher im Alter von 80 Jahren.
„Es gibt keine schwierigen Themen im Film. Wenn wir es schaffen, für sie die richtige Form zu finden, werden alle Filme für ein großes Publikum bestimmt sein.“ Jacques Perrin spielte nicht nur mit Claude Jade in Benoît Lamys fulminantem Debütfilm „Home Sweet Home“ ; er war auch Koproduzent des vielleicht nur im Arbeitstitel schwierig erscheinenden Themas: „Traité de savoir-vivre à l’usage des vieilles générations“.

Jacques Perrin (links), Ann Petersen und Claude Jade in „Home sweet Home“

Wer wollte 1973 schon einen Film über alte Menschen produzieren; nicht sexy genug, Leute ins Kino zu locken? Jacqueline Pierreux und Jacques Perrin machten sich stark.

Claude Jade und Jacques Perrin in „Home Sweet Home“ (Trautes Heim)

„Alte Leute inszenieren eine Revolution. Ein Unterhaltung und Sozialkritik geschickt verbindendes Erstlingswerk, ebenso ironisch und heiter im Stil wie originell im Stoff“, lobt das Filmlexikon den Film, der 14 Preise weltweit einheimste.
Produzent wurde Perrin vier Jahre zuvor. Er war bereits ein Star, hatte Auszeichnungen erhalten und war abonniert auf den schönen Unschuldigen. 1969 spielte Jacques Perrin in Costa-Gavras‘ bahnbrechendem Politthriller „Z“ den couragierten Journalisten. Costa-Gavras brauchte einen Produzenten für den brisanten Stoff und Perrin gründete die Firma Reggane. Der Rest ist Filmgeschichte.

Perrin in seiner Lieblingsrolle: als Maxence Françoise Dorléac in „les demoiselles de Rochefort“

„Z“ – Regisseur Costa-Gavras mit Star und Produzent Jacques Perrin

Jacques Perrin und Claude Jade im preisgekrönten „Home Sweet Home“

Claude Jade und Jacques Perrin 2005 in Interviews zu „Home sweet Home“

Fortan produzierte er politisch linke Filme wie „La guerre d’Algérie“ und suchte auch seine Rollen in diesem Genre: In „Der unsichtbare Aufstand“ und „Sondertribunal“ war er sowohl Schauspieler als auch Produzent.

L'honneur d'un capitaine, film 1982, Pierre Schoendoerffer, Jacques Perrin, Nicole Garcia, Charles Denner, Georges Wildon, Claude Jade, Robert Etcheverry, Georges Marchal, Jean-Francois Poron, Christophe Malavoy, Patrick Chauvel, Hubert Gignoux, Jean Vigny, Guerre, Algerie, film de procés,So führte ein weiterer politischer Film erneut Jacques Perrin und Claude Jade zusammen: Pierre Schoendoerffers „L’honneur d’un capitaine“ . Als Anwältin Valouin kämpft sie mit einer Witwe (Nicole Garcia) gegen die Verleumdung eines 25 Jahre zuvor im Algerienkrieg gefallenen Hauptmanns (Perrin). Sie hatten dem Sujet entsprechend keine gemeinsamen Szenen mehr.
2005 ließen sich Claude Jade und Jacques Perrin für die DVD-Veröffentlichung des Meilensteins des belgischen Kinos interviewen. „Home sweet Home“ bleibt es wundervolles Manifest für die Freiheit und die Revolte.

Claude Jade und Jacques Perrin im Trailer zu „Home sweet Home“

Claude Véga 1930 – 2022

Am 11. April verschwand der berühmteste Imitator berühmter Franzosen. Mit einer gewissen Zärtlichkeit wurde er zu ihnen und Véga musste nur an sie denken: Yves Montand, Louis de Funès, Charles Aznavour…

Claude Véga mit Claude Jade in „Domicile conjugal“

Seine Spezialität waren Frauen: Annie Girardot, Maria Callas, Zizi Jeanmaire, Nana Moskouri, Barbara, Alice Sapritch und Delphine Seyrig. Seyrig imitiert er in François Truffauts „Domicile conjugal“ im Fernseher, vor dem Antoine (Jean-Pierre Léaud) und Christine (Claude Jade) sitzen und die Babynahrung von Alphonse essen. Erst jetzt weiß das junge Ehepaar, dass ihr sonderbarer Nachbar, den alle Hausbewohner den „Würger“ nannten, ein Imitator beim Fernsehen ist. Claude Véga war ein Jugendfreund von François Trufffaut und hatte in diesem Film seinen berühmtesten Kinoauftritt. Neben den Imitiationen spielte Claude Véga auch Theater. Nun ist er im ewigen Gedächtnis bei seinen Imitationsvorbildern.

Michel Bouquet 1925 – 2022

Biedere, verklemmte und berechnende Bourgeois, für jene Rollen ist Michel Boquet berühmt, vor allem als Javert in „Die Elenden“ und in Claude Chabrols Abrechnungen mit der Bourgeoisie: Er weckt Verständnis als Stéphane Audrans Ehemann in „Die untreue Frau“ oder ist exzellent verdorben als Audrans Schwiegervater in „Der Riss“.

1976 bietet ihm die Verfilmung von Georges Simenons „Die Glocken von Bicêtre“ eine der wenigen Ausnahmen: Michel Bouquet spielt die Rolle des nach einer Embolie halbseitig gelähmten Verlegers René Maugras.

Michel Bouquet und Claude Jade in „Zwischen Tod und Leben“ (Les Anneaux de Bicêtre)

1976 muss Claude Jade ihre Rolle in Nelly Kaplans Erotikdrama “Néa” absagen, denn ihre Taille hat sich zu sehr verändert: sie ist schwanger. Stattdessen spielt sie nun, parallel zu ihrer Nonne in “Kita no misaki”, die Krankenschwester Blanche in “Les anneaux de Bicêtre“ (Zwischen Tod und Leben).

Ähnlich dem Habit ihrer Nonne ermöglicht ihr die kaschierende Schwesterntracht den Dreh mit einem beeindruckenden Partner: Michel Bouquet. Claude Jade lernt im Hospital Saint-Antoine die genauen Gesten einer Krankenschwester. Vor Drehbeginn erarbeiten die beiden Schauspieler lange an präzisen Details.

Michel Bouquet und Claude Jade in „Les Anneaux de Bicêtre“ (Zwischen Tod und Leben)

Claude Jade beschreibt die Arbeit mit Michel Bouquet in ihren Erinnerungen „Baisers envolés“:
„Michel Bouquet ist äußerst präzise und überlässt nichts dem Zufall. Ich bin sehr beeindruckt von seiner Konzentration und seiner Fähigkeit, so präzise zu arbeiten. Er bereitete sich vollkommen auf die Rolle des Pressemagnaten vor, der plötzlich nach einem Schlaganfall von Hemiplegie und Aphasie befallen ist. Er sagt seinen Text in den ersten zwei Dritteln des Films nur im Voice-over. Wenn die Dreharbeiten stattfinden, ist nichts oder fast nichts wie das, was wir uns vorgestellt haben; die äußeren Beeinträchtigungen sind verwirrend, die Anordnung des Krankenzimmers, in einem Haus wiederhergestellt, ist anders. Doch trotz all dieser Vorgaben passt sich Michel Bouquet an, manchmal macht er das Gegenteil dessen, was er geplant hatte, und er ist dabei großartig. Und er ist zudem ein Mann von perfekter Höflichkeit.“
Fragte man Bouquet in den letzten Jahren nach dem Lauf der Zeit, antwortete er ruhig und ausnahmslos jedem: „Der Tod kommt bald, aber es beeindruckt mich überhaupt nicht.“
Am 13. April ist mit Michel Boquet einer der beeindruckendsten Schauspieler des Französischen Films gestorben.

Letzte Rolle

Claude Jade und Patrick Préjean in „Célimène et le cardinal“

2006 spielt Claude Jade ihre letzte Rolle am Theater und im Film: Célimène in Jacques Rampals „Célimène et le cardinal“.
Das Stück setzt die Geschichte der Helden aus Molières „Menschenfeind“ fort. In Alexandrinerversen begegnen sich hier Claude Jade und Patrick Préjean unter der Führung des 62jährigen Dramatikers Rampal als die 340 Jahre zuvor von Molière mit „Le Misanthrope“ erschaffenen und seitdem unsterblichen Figuren Célimène und Alceste. Das Stück behandelt in erlesener Qualität, unter temporeichen Wendungen und mit exquisitem Humor Themen wie die religiöse Intoleranz, den Fanatismus, die Stelle der Frau in der Gesellschaft, die Erziehung, die Nostalgie der Zeit, die vergeht, und die Ewigkeit dieser beeindruckenden Liebhaber, die Alceste und Célimène sind. „Le Figaro“ schreibt: „Es begeistert vor allem die Freiheit der Schauspieler: Claude Jade, bei der man froh ist, sie wiederzusehen, ist sehr gut als provokante Frau, die mit ihren Finessen Patrick Préjean, den Diener Gottes, durchrüttelt. Er glaubt. Und sie hingegen sprüht. Es ist unmöglich ihr zu widerstehen.“
Claude Jade spielt die Rolle nach der Veröffentlichung als Film auf DVD bis zum 8. August. Sie stirbt am 1. Dezember 2006. Jacques Rampal sagt bei der Trauerfeier: „Ihr Leben endete auf der Bühne, es endete in Schönheit und in einer großartigen Vorstellung. Es war der 8. August. Es war gestern.“
Seit heute in der Filmographie: „Célimène et le cardinal“.

Michel Subor 1935 – 2022

Claude Jade und Michel Subor 1969

„Fotografie ist die Wahrheit. Und Kino ist 24 Mal die Wahrheit pro Sekunde“. Diesen berühmten Satz sagte Michel Subor als Godards „Der kleine Soldat“, ein Film, der erst drei Jahre nach seiner Fertigstellung ins Kino kam.  Um die Wahrheit geht es auch einer weiteren wichtigen Filmfigur in Subors Karriere: als Schwiegersohn eines in Bedrängnis gerateten Agenten – und Ehemann der von Claude Jade gespielten Agententochter – ist er in Alfred Hitchcocks „Topas“ der Journalist François Picard, der einem Mitglied des in Frankreich operierenden sowjetischen Spionagerings „Topas“ die Wahrheit entlockt.


Mischa Sobietsky, Vater Russe, Mutter aus Aserbaidschan, wird 1935 in Paris geboren. Als Anti-Bolschewisten waren sie aus der Sowjetunion nach Frankreich emigriert.  In seiner ersten kleinen Filmrolle spielt er bereits an der Seite seiner späteren „Topas“-Schwiegermutter Dany Robin in „Frou Frou“ einen Restaurantbesucher. Die Hauptrolle in Jean-Luc Godards „Der kleine Soldat“ hätte ihn bereits 1960 berühmt gemacht, doch der Film lag wegen der verschärften Filmzensur zur Zeit des Algerienkrieges bis 1963 auf Eis. Die Stimme von Subor, der 1959 sein Theaterdebüt als Ersatz für Serge Reggiani in Sartres „Die Eingeschlossenen von Altona“ gab, hatte François Truffaut ausreichend verführt, ihn als Erzähler von „Jules und Jim“ einzusetzen.

Dany Robin, Claude Jade, Frederick Stafford und Michel Subor in „Topas“

In der Zwischenzeit war er der Partner von Brigitte Bardot in einer in einer von der Kritik geschmähten Erotikkomödie von Roger Vadim („In Freiheit dressiert“), spielte den tragischen Helden im Deserteursdrama „Ferien in der Hölle“ und war der Liebhaber von Marie-José Nat in Michel Drachs Ehedrama „La vie conjugale“.  1968 wird er von Alfred Hitchcock für „Topas“ engagiert. Er spielt den Ehemann von Michèle (Claude Jade), Tochter des französischen Agenten André Devereaux (Frederick Stafford).

Frederick Stafford (1928-1979) , Claude Jade (1948-2006), Michel Subor (1935-2022)

Michel Subor und Claude Jade: „With a wife like this, one can afford to be modest“

Alfred Hitchcock hat die Romanvorlage geändert, so dass François Picard bereits zu Beginn mit Michèle und ihren Eltern seine Flitterwochen in New York verbringt. Im Roman ist Michèle im ersten Teil noch mit einem amerikanischen Snob verlobt und beginnt gegen den Willen ihres Vaters eine Beziehung mit dem unbequemen Pariser Journalisten. Subor darf so bereits zu Beginn seinem Schwiegervater helfen und hat später die Aufgabe, den „Topas“-Spion Henri Jarré (Philippe Noiret) zu entlarven. Kenner des damals in Frankreich verbotenen Romans rechnen mit François Tod, als Michèle bei einem Blick aus Jarrés Fenster einen Toten auf einem im Hof stehenden Auto liegen sieht.

Claude Jade, Michel Subor

Michel Subor und Claude Jade in Alfred Hitchcocks „Topas“

In Leon Uris‘ Roman „Topas“ wird François ermordet: Seine Mörder locken Michèle aus der Wohnung und klingeln kurz darauf. In der Annahme, Michèle sei zurückgekehrt, öffnet er und wird totgeschlagen. Michèle und ihre Mutter flüchten dann über die spanische Grenze. Bei Hitchcock überlebt François. So kann er Michèle seine Zeichnung des toten Verräters Henri Jarré zeigen – den Nicole als Besucher ihres Liebhabers Jacques Granville erkennt. Hitchock lässt Michel Subor einen markanten Satz sagen, als er angeschossen zu Michèle und ihren Eltern heimkehrt: „„I’ve been shot… just a little.“ Dass reichliche Filmblut auf seinem Hemdärmel ironisiert diesen Satz ebenso wie Michèles Replik: „What do you mean: Not bleeding?“

Dany Robin, Michel Subor, Claude Jade, Frederick Stafford. „What do you mean: Not bleading?“

Als „Topas“ 1969 herauskommt, werden einige Szenen mit Subor werden geschnitten und erst 1999 im Director’s Cut veröffentlicht: Ein amüsanter Dialog mit Michèle über die UNO-Delegierten und die Wildheit der Kubaner, eine Fahrt mit Michèle und André vom Flughafen Orly zum Haus des „Topas“-Chefs Jacques Granville, eine innerfamiliäre Diskussion über ein Duell zwischen André und Granville und schließlich François als Andrés Sekundant beim Duell im Stadion Charléty.

Claude Jade und Michel Subor in Alfred Hitchcocks „Topas“

Parallel zu „Topas“ spielen Claude Jade und Michel Subor Hauptrollen in der sechsteiligen Familiensaga „Mauregard“ und pendeln dafür zwischen Frankreich und Hollywood. Subor ist als Ersatz für den ausgefallenen Jean-Marc Bory. Allerdings haben Claude Jade und Michel Subor in „Mauregard“ keinen gemeinsamen Szenen, da ihre Rollen zeitlich durch 40 Jahre getrennt sind. Claude Jades Rolle von Michel Subors Großtante Françoise wird als gealterte Figur übrigens von einer Schauspielerin gespielt, die ebenfalls mit Alfred Hitchcock gearbeitet hatte: Brigitte Auber als über den Dächern von Nizza balancierende Diebin Danielle aus „To Catch a Thief“.
Michel Subors Karriere verläuft in den 70er und 80er Jahren diskret, bis er 1990 dank Claire Denis ein großes Comeback hat: „Beau Travail – Der Fremdenlegionär“, ein homoerotisches Soldatendrama und zugleich Reminiszenz an Subors großen Erfolg als „Der kleine Soldat“: auch hier heißt er wie bei Godard Bruno Forestier, dessen Geschichte Denis weiterspinnt. Claire Denis arbeitet mit Michel Subor in drei weiteren Filmen („L’intrus – Der Feind in meinem Herzen“, „White Material – Land in Aufruhr“, „Les Salauds – Dreckskerle“) . Nach Subors Tod – er verstarb nach einem Autounfall im Krankenhaus –  schreibt Claire Denis am 17. Januar  „le grand petit soldat est mort“.

Claude Jade und Michel Subor in Alfred Hitchcocks „Topaz“

Dany Robin, Michel Subor, Claude Jade. Topaz

Michel Subor, Claude Jade und Dany Robin in Alfred Hitchcocks „Topas“

Claude Jade und Michel Subor in „Topas“

Link: Galerie Michel Subor und Claude Jade in Alfred Hitchcocks „Topas“

Claude Jade, Michel Subor „Topaz“

Number One (1973) restauriert auf dem 39. Torino Film Festival 2021

 

Luigi Pistilli und Claude Jade in Gianni Buffardis „Number one“

Gianni Buffardis lange verschollener Film „Number One“, der im Mai 1973 in den italienischen Kinos uraufgeführt wurde, läuft in restaurierter Fassung auf dem 39. Torino Film Festival.
Claude Jade spielt Gianni Buffardis Film die französische Schauspielerin Sylvie Boisset, die im legendären Nachtclub „Number One“ verkehrt und die Carabinieri in einem Fall von Kunstraub kontaktiert. So wird sie interessant für die Behörden und auch für einige Kriminelle, denn Sylvie gibt den Ermittlern weitere Hinweise auf den Tod ihrer amerikanischen Freundin Deborah…

Guido Mannari und Claude Jade in „Number one“ von Gianni Buffardi

Chris Avram und Claude Jade in „Number one“

Claude Jade als Sylvie Boisset in „Number one“

Der Nachtclub eröffnet den Film. Bald häufen sich die Verbindungen zum berühmten Club mit mysteriösen Diebstählen von Gemälden, neuen und verstörenden Morden und einer Welt, die zunehmend korrupt und gewalttätig wird. In größeren Rollen sind neben Renzo Montagnani als Polizeikommissar und Luigi Pistilli als Kommandant der Carabinieri sowie Claude Jade unter anderem Guido Mannari, Venatino Venantini, Chris Avram, Howard Ross alias Renato Rossini und Massimo Serato zu sehen.
Bis Ende 2021 war nur wenig über den Film bekannt, den sie zusammen mit „La ragazza di via Condotti“ aufgrund eines Vertrags mit dem Anwalt Claudio Giglioli 1973 in Rom dreht, hier nachzulesen: Zwei Filme in Rom: Number one.

Venantino Venantini, Claude Jade, Chris Avram und Gianni Buffardi bei Dreharbeiten zu „Number One“

Die Stars des Films sind unter Pseudonymen Anspielungen auf tatsächliche Personen des Jetset im „Number One“. So spielt die Rolle des Benny von Chris Avram – im Bild oben mit Claude Jade, Venatino Venantini und Gianni Buffardi während der Dreharbeiten – direkt auf den Filmproduzenten und Playboy Pier Luigi Torri an, der zu jener Zeit mit der Schauspielerin Marisa Mell liiert und mit dieser Affaire ein Star in der Jetset-Klatschpresse war. Torri war ein Symbol des „Number One“ und verschwand rasch nach England, um nach einem Drogenskandal im Nachtclub nicht verhaftet zu werden. Auch „Number One“-Betreiber Paolo Vassallo findet sein Double in Venantino Venantinis Rolle Leo wie auch die Mordopfer: Die an einer Überdosis Heroin verstorbene Amerikanerin Deborah zu Beginn des Films erinnert an die Frau von John Paul Getty Jr, It-Girl Talitha Pol-Getty, und das am Seeufer hingerichtete Paar an Giuliano Carabei (im Film Guido Mannari als Massimo) und das Model Tiffany Hoyveld (im Film von Isabelle de Valvert gespielt), beide 1971 an einem See nahe Rom erschossen aufgefunden.

Der Film von Gianni Buffardi verschwand kurz nach seiner Aufführung, das „Number One“ wurde ein Jahr später nach einem erneuten Drogenskandal geschlossen. Nun tauchten Negative auf und die Cineteca Nazionale ermöglichte mit dem Cineasten-Sender Cine34 eine Restaurierung – unter Beisein vom einstigen Kameramann Roberto D’Ettorre Piazzoli und Antonello Buffardi De Curtis, dem Sohn des 1979 verstorbenen Regisseurs.



Der Film wurde vom Centro Sperimentale di Cinematografia – Cineteca Nazionale in Zusammenarbeit mit Cine34, RTI-Mediaset und Infinity+ restauriert.
Nach einer Vorpremiere am 27. November gibt es am 29. November eine Präsentation in Anwesenheit von Antonello Buffardi De Curtis, Kameramann Roberto D’Ettorre Piazzoli, dem Journalisten, Filmkritiker und Essayisten Alberto Anile, seit Januar 2021 Kurator des Nationalen Filmarchivs des Centro Sperimentale di Cinematografia, Luca Pallanch von der Cineteca Nazionale und Marta Donzelli, Filmproduzentin und seit März 2021 Präsidentin des Centro Sperimentale di Cinematografia.
Der Sender Cine34 wird den Film auch im Fernsehen ausstrahlen.

Laut Festival-Programm läuft „Number One“ in der Sektion „Back to Life“ im Massimo zu folgenden Terminen:
27. November 2021 – 09:30
29. November 2021 – 17:30
30. November 2021 – 12:00

Link zum Festival

Fernsehausstrahlung Cine 34

Der Kanal Cine 34 von Mediaset strahlt den Film aus. Am Donnerstag, 9. Dezember um 21 Uhr und am Freitag, 10. Dezember, um 6:48


Link zur TV-Ausstrahlung  Numer One auf Cine 34

Link zu Artikel zu „Number one“ hier:
zwei Filme in Rom 1973: Number One / La ragazza di Via Condotti