Prandino L’altro Visconti

Filmbuch und Biographie: „Prandino – L’altro Visconti“ (2018) von Corrado Colombo mit Mario Gerosa; auf dem Cover Corrado Colombo mit Eriprando „Prandino“ Visconti (1932 – 1995)

„Prandino – L’altro Visconti“. Bereits der Titel von Corrado Colombos Buch nennt den übermächtigen Schatten des berühmten Onkels Luchino Visconti über der Karriere des Regisseurs Eriprando „Prandino“ Visconti.
Als sein Film „Una spirale di nebbia“ unter dem unglücklichen Titel „Caresses bourgeoises“ in den Pariser Kinos startete, war der Familienname auf dem Plakat weitaus größer als der Vorname. Eriprando Visconti, dessen erster Film „Una storia Milanese“ bereits den Kritikerpreis bei den Filmfestspielen von Venedig 1962 erhalten hatte, stand immer im Schatten des Onkels.

Eriprando „Prandino“ Visconti und Claude Jade

Claude Jade hatte „Prandino“, so der Kosename des Regisseurs Eriprando Visconti, als einen freundlichen und charmanten Mann in Erinnerung. Doch eben auch François Truffauts Urteil über Viscontis Arbeit, als dieser den Film 1978 in einem Kino an den Champs Elysées gesehen hatte.

Martine Brochard, Carole Chavet, Claude Jade, Eleonora Giorgi; Flavio Bucci, Marc Porel, Duilio del Prete, Stefano Satta Flores

Corrado Colombo, ein enger Mitarbeiter des 1995 verstorbenen Regisseurs, hat am Donnerstag sein Buch vorgestellt. Zur der feierlichen Präsentation liefen die Filmmusiken von Ivan Vandor („Una spirale di nebbia“) und John Lewis („Eine Mailänder Geschichte“), Trailer und Filmausschnitte. Neben Filmritiker Gino Buscaglia und Journalisten waren auch Eriprando Viscontis Kinder anwesend: Conte Edoardo „Dardo“ di Modrone und Ortensia. Im Film waren Dardo und Ortensia Neffe und Nichte der von Claude Jade gespielten Maria Teresa.

Corrado Colombo zwischen Prandino Viscontis Kindern Ortensia und Dardo (Conte Edoardo di Modrone); rechts: Ortensia und Dardo 1977 mit Claude Jade in „Una spirale di nebbia“

Eigentlich wären die beiden ihre Filmkinder geworden. Claude war zuerst für die Rolle der bei der Jagd getöteten Valeria vorgesehen. Doch dann erkannte Prandino Visconti ihre große Fähigkeit zu Traurigkeit und Melancholie. So erhielt sie die Rolle der Identifikationsfigur des Romans von Michele Prisco, die am Ende als einzige der Nebelspirale entkommt.
Demnächst mehr zu diesem Buch von Corrado Colombo und dem Film.

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Geneviève Fontanel 1936 – 2018

In zwei Stücken begegnen sich Claude Jade und Geneviève Fontanel auf der Bühne: 1978 als unschuldige Colomba und als durchtriebene Canina im Venedig der Renaissance in „Volpone“ und 1988 als Gefangene und als Frau des Kerkermeisters zur Zeit der Französischen Revolution in „Regulus 93 ou la véritable histoire du citoyen Haudaudine“.


In François Truffauts „Der Mann, der die Frauen liebte“ war Geneviève Fontanel als Hélène so herausragend, dass sie 1978 für den César als beste weibliche Nebendarstellerin nominiert wurde.
Am Samstag ist die großartige Schauspielerin gestorben.

Mehr zu Geneviève Fontanel finden Sie hier: Geneviève Fontanel 80 

Geneviève Fontanel und Claude Jade in „Regulus 93“ (1988)

Jean-Pierre Léaud-Retrospektive im Filmmuseum Düsseldorf

Mit 14 Filmen präsentiert das Filmmuseum Düsseldorf vom 4. bis zum 30. März die Reihe „Jean-Pierre Léaud – Der sanfte Rebell“.

Jean-Pierre Léaud - geboren 1944 in Paris als Sohn einer Schauspielerin und eines Drehbuchautors - konnte sich bereits als Kind beim Casting für Francois Truffauts ersten Spielfilm "Sie küssten und sie schlugen ihn" (1959) für die Titelrolle des Antoine Doinel durchsetzen. So begann eine der fruchtbarsten und wichtigsten Kooperationen in der Filmgeschichte. Zusammen mit der Schauspielerin Claude Jade, eine weitere Entdeckung Truffauts, waren sie als das Paar Antoine und Christine Zentrum einer ganzen Reihe von insgesamt zwanzig Jahren umspannenden Filmen. Ihre Figuren sind naiv und neunmalklug, doch während Christine mit der Zeit reifer wird, bleibt Antoine auch als Erwachsener ein Kind. Ein ewiger Jüngling, zart, bisweilen scheu und immer den Schalk im Nacken. Der Zyklus zeigt ihn als Kind, als Jugendlichen, schließlich als Ehemann und Familienvater. In Filmen wie "Geraubte Küsse" (1968), "Tisch und Bett" (1970) oder "Liebe auf der Flucht"(1979) hangelt er sich von Job zu Job oder verstrickt sich in chaotische Liebesgeschichten. Auf das von ihm fabrizierte Chaos reagiert er nur mit einem lakonischen Lächeln und einem lässigen Schulterzucken. Les 400 coups, Baisers voles, Domicile conjugal, L'Amour en fuite

Jeden Sonntag wird ein Film aus François Truffauts Antoine-Doinel-Zyklus gezeigt. Und somit laufen an drei Sonntagen, jeweils um 15 Uhr auch die Filme der Antoine-und-Christine-Saga. Am 11. März macht „Baisers volés“ (Geraubte Küsse) den Anfang, am 18. März läuft „Domicile conjugal“ (Tisch und Bett / Das Ehedomizil) und am 25. März „L’amour en fuite“ (Liebe auf der Flucht).

Der Focus schreibt:
„Mit insgesamt 14 Filmen widmet sich das Filmmuseum Düsseldorf, Schulstraße 4, dem vielseitigen und sechs Jahrzehnte umspannenden Werk von Jean-Pierre Léaud. Der Schauspieler und die Ikone des französischen Autorenkinos wurde zusammen mit François Truffaut und als dessen Alter Ego Antoine Doinel zum Aushängeschild der Nouvelle Vague. Léaud repräsentierte das Lebensgefühl der französischen Jugend in den 1950er- und 1960er-Jahren. Am Sonntag, 4. März, startet die Filmreihe im Filmmuseum um 15 Uhr. Bis zum 30. März können sich Interessierte die Filme zum Großteil im Original mit Untertitel anschauen.

Mit dem Antoine-Doinel-Zyklus zeigt das Filmmuseum die vier Langfilme und einen Kurzfilm Truffauts mit Léaud als chaotisch-charmanten und träumerischen Lebenskünstler. Weitere Filme von Aki Kaurismäki, Jerzy Skolimowski, Bernardo Bertolucci, Bertrand Bonello und Jean-Luc Godard sowie sein aktueller Film, „Der Tod von Ludwig IXV“ von Albert Serra, runden die Reihe ab.
Jean-Pierre Léaud – geboren 1944 in Paris als Sohn einer Schauspielerin und eines Drehbuchautors – konnte sich bereits als Kind beim Casting für Francois Truffauts ersten Spielfilm „Sie küssten und sie schlugen ihn“ (1959) für die Titelrolle des Antoine Doinel durchsetzen.

So begann eine der fruchtbarsten und wichtigsten Kooperationen in der Filmgeschichte. Zusammen mit der Schauspielerin Claude Jade, eine weitere Entdeckung Truffauts, waren sie als das Paar Antoine und Christine Zentrum einer ganzen Reihe von insgesamt zwanzig Jahren umspannenden Filmen. [ Anm.: natürlich sind es für Antoine und Christine etwa zehn Jahre ]

Ihre Figuren sind naiv und neunmalklug, doch während Christine mit der Zeit reifer wird, bleibt Antoine auch als Erwachsener ein Kind. Ein ewiger Jüngling, zart, bisweilen scheu und immer den Schalk im Nacken.

Der Zyklus zeigt ihn als Kind, als Jugendlichen, schließlich als Ehemann und Familienvater. In Filmen wie „Geraubte Küsse“ (1968), „Tisch und Bett“ (1970) oder „Liebe auf der Flucht“ (1979) hangelt er sich von Job zu Job oder verstrickt sich in chaotische Liebesgeschichten.  Auf das von ihm fabrizierte Chaos reagiert er nur mit einem lakonischen Lächeln und einem lässigen Schulterzucken.

Ab Mitte der 1960er-Jahre beginnt Léaud, sich von Antoine Doinel zu emanzipieren. Seine Figuren – so zum Beispiel in „Masculin, féminin“ (1966) oder „I hired a contract killer“ (1992) – werden abstrakter, sein schüchternes Wesen bleibt ihm jedoch erhalten. Erst Jahre später wendet er sich gänzlich anderen Rollen zu und dreht letztlich mit fast allen Größen des europäischen Kinos.

2016 erhält Jean-Pierre Léaud die Goldene Palme für sein Lebenswerk

Im Jahr 2000 erhielt er einen Ehren-César und 2016 wurde ihm die Goldene Palme der Internationalen Filmfestspiele von Cannes als Ehrenpreis für sein Lebenswerk verliehen.“

Link zur gesamten Léaud-Werkschau im „Black Box“-Kino
Link zum ersten gemeinsamen Film Geraubte Küsse (Baisers volés)

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Le Figurant

„Le Figurant“ von Didier Blonde erzählt von einem Komparsen, der im Februar 1968 am Set zu François Truffauts „Baisers volés“ dem Mädchen Judith begegnet. Vor dem Hintergrund der Demonstrationen an der Cinémathèque Française vor 50 Jahren dreht Truffaut seinen Film. Judith, auch sie ist Komparsin, taucht nie wieder am Set auf. Der Erzähler, ein Cinephiler, ist von ihr bewegt wie Doinel von Claude Jade. Und er beginnt mit der Suche nach ihr. Und auch 50 Jahre später ist er davon besessen, sie zu finden.

Hier ein Link zum legendären Film: „Baisers volés – Geraubte Küsse“

Philippe Khorsand

Guillaume de Tonquédec, Philippe Khorsand und Claude Jade in „Tableau d’honneur“ (1992)

Philippe Khorsand, der vor zehn Jahren starb, wäre heute 70 geworden. Das erste Mal nahm er Claude Jade 1980 in „Nous ne l’avons pas assez aimée“ in die Arme. Damals spielte er Paul, den Mann der Cousine (Eva Darlan) der depressiven Gisèle (Claude Jade).

Claude Jade mit Philippe Khorsand in „Nous ne l’avons pas assez aimée“ (1980)

Philippe Khorsand, bis zu diesem Drama in Kino und Fernsehen nur in winzigen Nebenrollen aufgetreten, wurde 1982 mit der Serie „Merci Bernard“, hier ebenfalls mit Eva Darlan, bekannt. Die zwei Jahre laufende Serie bringt ihm Popularität und eine erste große Nebenrolle: Als Eric nimmt er in Gérard Lauziers „P’tit con“ (Kleiner Spinner) mit Josiane Balasko den verwirrten Teenagerhelden Bernard Brieux in seiner Kommune auf. Hier noch im Schatten der Stars Caroline Cellier und Guy Marchand als Eltern des Jungen, gibt ihm der Macher von „Merci Bernard“, Jean-Michel Ribes, 1986 seine erste größere Kinorolle: als ungeschickter und dabei urkomischer Leibwächter in „La galette du roi“ an der Seite von Jean Rochefort wird Philippe Khorsand auch im Kino populär und 1988 mit  „Corps z’à corps“ zum Star.

Guillaume de Tonquédec mit seinen Filmeltern Claude Jade und Philippe Khorsand

1992 sind Philippe Khorsand und Claude Jade nun selbst die Eltern eines Teenagers und Charles Némès‘ „Tableau d’honneur“ erweckt ein wenig den Geist von „Kleiner Spinner“.  Steht hier Guillaume de Tonquédec in seiner ersten Hauptrolle im Zentrum, so bieten Claude Jade und Philippe Khorsand in weiteren Hauptrollen als Gabrielle und Paul Martin eine köstliche Vorstellung als gegensätzliches Elternpaar des Jungen.

Hier mit einem Klick zu einer kleine Erinnerung an Charles Némès‘ Film „Tableau d’honneur“.

Beste Freunde nach der Scheidung

Claude Jade: „Moi, je suis sa femme, enfin l’ancienne.“

Nach der Scheidung sind Antoine (Jean-Pierre Léaud) und Christine (Claude Jade) im letzten Film des Doinel-Zyklus beste Freunde. Doch von dieser Freundschaft fehlt in „Liebe auf der Flucht“ ein entscheidendes Kapitel. Im offiziellen Kino-Trailer war ein Ausschnitt aus dieser Episode zu sehen, darüber Claude Jades Stimme: „Moi, je suis sa femme, enfin l’ancienne“

Claude Jade und Jean-Pierre Léaud in „Liebe auf der Flucht“

Die von François Truffaut für „L’amour en fuite“ gedrehten Szenen wurden mit Standfotos beworben, doch bis heute wurde dieses Material noch nicht veröffentlicht.
Im fertigen Film klingelt Christine plötzlich bei Sabine (Dorothée) und begegnet Colette (Marie-France Pisier). Später erklärt Christine, dass sie als eine Art Beauftragte Antoines zu Sabine wollte. Die Szene, die zu dieser Mission führte und die das frisch geschiedene Paar Antoine und Christine als beste Freunde zeigte, fehlt leider.

Antoine besucht nach der Scheidung seine Ex-Frau Christine

In der 1987 erschienen Auflage von „Les Aventures d’Antoine Doinel“ wird dieses Kapitel beschrieben:
Désemparé , Antoine va chercher refuge près de … Christine. Elle n’est plus sa femme, mais elle est demeurée sa meilleure amie. Christine refuse tout d’abord la mission de réconcilation dont Antoine veut la charger auprès de Sabine. Mais elle se laisse attendrir par la peine évidente et finit par accepter. Elle lui propose même de dormir cette nuit dans la chambre de son fils.

Verzweifelt sucht Antoine die Nähe von … Christine. Sie ist nicht länger seine Frau, aber sie ist seine beste Freundin geblieben. Christine lehnt zunächst die Versöhnungsmission ab, mit der Antoine sie zu Sabine schicken will. Aber sie lässt sich von seinem offensichtlichen Schmerz bewegen und akzeptiert es schließlich. Christine bietet ihm sogar an, diese Nacht im Zimmer seines Sohnes zu schlafen.

Diese Szenen fehlen in François Truffauts „Liebe auf der Flucht“

Jean-Pierre Léaud und Claude Jade mit einem Bildnis Oskar Werners

Eine Sequenz aus der Szene gibt es im Kinotrailer, die Standfotos von Dominique Le Rigoleur zu dieser Episode finden sich auf Filmplakaten und auf DVDs, doch noch wurde sie nicht veröffentlicht.

Als Claire Chazal auf TF1 am 2. Dezember 2006 den Nachruf auf Claude Jade spricht, zeigt der Hintergrund ein Foto von Claude Jade aus eben jener Szene aus „L’amour en fuite“.

Claire Chazal spricht am 2. Dezember 2016 auf TF1 den Nachruf auf Claude Jade

Bleibt zu hoffen, dass sich die Verwalter des filmischen Erbes von François Truffaut in den Archiven von Les films du Carrosse fündig werden und es bald eine Veröffentlichung gibt.

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Désemparé , Antoine va chercher refuge près de ... Christine. Elle n'est plus sa femme, mais elle est demeurée sa meilleure amie. Christine refuse tout d'abord la mission de réconcilation dont Antoine veut la charger auprès de Sabine. Mais elle se laisse attendrir par la peine évidente et finit par accepter. Elle lui propose même de dormir cette nuit dans la chambre de son fils. Claude Jade, Jean-Pierre Léaud, L'amour en fuite, Francois Truffaut

 

Décès en 2017

Unter den verstorbenen Schauspielern des Jahres 2017 sind einige Partner Claude Jades.


Jean Rochefort, Jean-Claude Bouillon, Gisèle Casadesus, Claude Rich, Jacques Robiolles, Jean-Marc Thibault, Alain Mottet, Marie Mergey, Jeanne Moreau

Jean Rochefort, Jean-Claude Bouillon, Gisèle Casadesus, Claude Rich, Jacques Robiolles, Jean-Marc Thibault, Alain Mottet, Marie Mergey sowie Jeanne Moreau.

Jean-Claude BOUILLON
27.12.1941 – 31.07.2017

Claude Jade und Jean-Claude Bouillon in "The Hitchhiker: Windows" Was der Maler sah

Claude Jade und Jean-Claude Bouillon in „The Hitchhiker: Windows“

Der Star der Serien „Les Brigades du tigre“ und „Die Rosen von Dublin“  war zweimal Partner von Claude Jade.
Jean-Claude Bouillon gab 1966 in Godards „Made in U.S.A.“ sein Debut und verlegte sich nach Hauptrollen in Kino-Filmen („Le dernier homme“ von Charles Bitsch, „Tout peut arriver“ von Philippe Labro und „Le Champignon“ von Marc Simenon) schnell auf das Fernsehen.
Dort trafen sich  Jean-Claude Bouillon und Claude Jade erstmals 1990.

"Was der Maler sah" (Windows): Jean-Claude Bouillon und Claude Jade

„Was der Maler sah“ (Windows): Jean-Claude Bouillon und Claude Jade

In der Folge „Windows“ (Was der Maler sah) aus der Serie „The Hitchhiker“ war Jean-Claude Bouillon der brutale Ehemann von Monique (Claude Jade), die vom besessenen Mann von gegenüber, dem Maler Jake (David Marshall Grant), beobachtet wird. Dessen Visionen, die er auf die Leinwand bannt, werden später zur Wirklichkeit. Doch anders, als Jake vermutet, hat nicht Victor seine Frau sondern Monique ihren Mann in Notwehr erschossen. Am Ende wird auch Jake durch Moniques Hand sterben und wieder erschießt sie einen Mann in Notwehr.

Jean-Claude Bouillon als Victor und Claude Jade als Monique

Zehn Jahre später spielen Claude Jade und Jean-Claude Bouillon erneut ein Paar:  In „Cap des Pins“ wird Jean-Claude Bouillon 1999 als Serge Létan der Liebhaber der gegen ihren Mann aufbegehrenden Serienheldin Anna Chantreuil.

Jean-Claude Bouillon und Claude Jade 2000 in „Cap des Pins“

Gisèle CASADESUS
14.06.1914 – 24.09.2017
Gisèle Casadesus war „Ma mie Rose“ (Alle lieben Mami Rose) im gleichnamigen Fernsehfilm. Als Grandmère au pair des zehnjährigen Benoît sorgt sie für das Ehe- und Familienglück von Claude Jade und Claude Giraud.
„Gisèle Casadesus. Voilà une grande dame, une personne délicieuse, une femme cultivée et discrète, une magnifique actrice ! Je crois que je ne tarirais pas d’éloges sur elle; je lui ai même avoué que je rêvais de vieillir avec d’élégance qu’elle (je suis sûrement très présomptueuse…).“
(Claude Jade, „Baisers envolés“, 2004)   Mehr über sie hier: Gisèle Casadesus

Jean ROCHEFORT
29.04.1930 – 09.10.2017
Sein Markenzeichen, den Moustache, etablierte Jean Rochefort als Filmvater von Claude Jade und Bernard LeCoq in „Kerzenlicht“ mit Annie Girardor. Der Schnauzbart ließ den jungen Schaupieler bedeutend reifer wirken; er erschien un distinguiert und eroberte so sein neues Rollenfach.
Mehr über ihn hier: Jean Rochefort.

Alain MOTTET
30.12.1928 – 31.10.2017
Im Märchen zum Jahresende 1971 überfliegt Alain Mottet mit Claude Jade auf einem fliegenden Pferd Bagdad. Der in „Sheherazade“ verliebte Shazenian war eine seiner seltenen Hauptrollen. Mehr über den vor zwei Monaten verstorbenen Schauspieler hier: Alain Mottet.

Claude RICH
08.02.1929 – 20.07. 2017

Als totgeglaubter Ehemann der von Claude Jade gespielten Diplomatenwitwe Suzan Frend war Claude Rich der Star des Sechsteilers „Das große Geheimnis“. Mehr über den charmanten Draufgänger der 60er Jahre hier: Claude Rich.

Jacques ROBIOLLES
06.03.1935 – 19.04.2017
Henri Langlois, dem „Geraubte Küsse“ gewidmet war, förderte den jungen Regisseur Robiolles, der seine Filme aus Nichts machte. Langlois produzierte Robiolles‘ ersten Film „Le Daguemaluahk“. Entsprechend ist er in „Baisers volés“ als arbeitsloser Autor eine Referenz an sich selbst und kommt in „Tisch und Bett“ erneut vorbei, um bei Antoine zu schnorren. Neben diesen beiden Truffaut-Filmen hatte er auch eine weitere kleine Rolle in „Die Braut trug schwarz“. Er spielt den Concierge  jenes Hochhauses, in dem Jeanne Moreau kurz darauf Claude Rich vom Balkon in den Tod fallen lässt.

Claude Jade, Jacques Robiolles, Jean-Pierre Léaud, Domicile conjugal

Claude Jade, Jacques Robiolles und Jean-Pierre Léaud in „Domicile conjugal“

Marie MERGEY
28.02.1922 – 08.04.2017
In der Serie „Die Insel der dreißig Tode“ ist Marie Mergey als Bretonin Honorine eine Weile die treue Gefährtin der Heldin Véronique d’Hergemont (Claude Jade). Doch die Prophezeiung mit dreißig Särgen für dreißig Opfer und vier Frauen am Kreuz muss sich erfüllen auf der „Insel der dreißig Särge“. Und so verfällt Honorine dem Wahnsinn und verflucht Véronique: „Du bist die Mutter des Ungeheuers. Ans Kreuz mit dir, Véronique d’Hergemont, ja ans Kreuz mit dir. Aber nicht mit mir, nein, aber nicht mit mir“. Dann stürzt sie sich in den Tod und überlässt Véronique der Einsamkeit auf der grauenhaften Insel.

Claude Jade und Marie Mergey in „Die Insel der 30 Tode“

Im Kino hatte Marie Mergey wichtige Nebenrollen bei einem Regisseur, mit dem Truffaut in „Eine gewisse Tendenz im französischen Kino“ abgerechnet hatte: Claude Autant-Lara. Der hatte Mergey als Bourvils verbitterte Gattin Adelaïde in „La Jument verte“ besetzt und kurz darauf als Pierre Mondys verbrecherisches Eheweib, Alexandre Dumas‘ Madame Caderousse, in „Der Graf von Monte Christo“. Die Gutherzigkeit Honorines im Straßenfeger „L’île aux trente cerceuils“ lässt deren Boshaftigkeiten aber rasch vergessen.

Jean-Marc THIBAULT
24.08.123 – 28.05.2017

„La tête en l’air“ mit Claude Jade und Jean-Marc Thibault (rechts)

Bekannt wurde Jean-Marc Thibault durch jene Filme, die er mit seinem Kumpan Roger Pierre drehte. Über drei Jahrzehnte traten sie als Komiker-Duo auf. Das Fernsehen stärkte die Popularität: So spielte er in der Serie „Maguy“ den Ehemann von Rosy Varte. Eine seiner Serien-Hauptrollen als Pierrot, großväterlicher Freund von Claude Jades Serien-Tochter Valérie Karsenti in „La tête en l’air“, wurde ihm von seiner Ehefrau Sophie Agacinski geschrieben.

außerdem starben 2017

Paloma MATTA
22.08.1945 – 13.09.2017
Auf den Internetseiten von Facebook wird sie regelmäßig mit Claude Jade verwechselt. „Oh ja, Claude Jade hat mir immer so gefallen in ‚Belle und Sébastien‘ “ schreiben einige,  „Claude Jade, die Heldin aus der Serie ‚Jacquou le Croquant‘ “, die anderen.

Sie wird gern mit Claude Jade verwechselt: Paloma Matta

Es war Paloma Matta, die jene Rollen in den Serien spielte, doch tatsächlich haben die beiden Schauspielerinnen eine frappierende Ähnlichkeit. Weitere Parallele: Paloma Matta spielte zwei Jahre vor Claude Jades Debut am Théâtre Moderne (in Sacha Pitoëffs Inszenierung von „Heinrich IV“) an jenem Haus ebenfalls bei Pitoëff, als Anja in Tschechows „Kirschgarten“.
Eine ausführliche Filmographie der Schauspielerin Paloma Matta gibt es hier:
Paloma Matta Filmographie

EMMANUELLE RIVA
24.02.1927 – 27.01.2017

In ihren Anfängen hatten beide die Camille in Alfred de Mussets „On ne badine pas avec l’amour“ erarbeitet: Claude mit 18 in der Klasse von Jean-Laurent Cochet, Emmanuelle Riva mit 26 Jahren beim Vorsprechen an der Schauspielschule, wo sie von Claudes späterem Stammregisseur Jean Meyer unterrichtet wurde. Beide sind Vertreterinnen der Nouvelle Vague, Riva mit „Hiroshima mon amour“. Danach blieb sie unsentimentalen Rollen in humanistischen Filmen verbunden. Wie unsentimental auch ihre Gedichte sind und ihre Interpretation, zeigte Emmanuelle Riva im April 1971, als sie zusammen mit Claude Jade Stargast in Philippe Bouvards Fernsehsendung „Samedi Soir“ war.

und
Jeanne MOREAU
23.01.1928 – 31.07.2017
Sie war vor Claude Jade François Truffauts erste Muse. Die Japanerin, mit der Antoine in „Domicile conjugal“ Christine betrügt, und die vom Cardin-Mannequin Hiroko gespielt wurde, ist übrigens eine Empfehlung von Jeanne Moreau.

JEAN-PIERRE CARGOL (L'enfant sauvage), JEANNE MOREAU (Jules et Jim), FREDERIQUE JAMET (petit rôle dans L'homme qui amait les femmes), FANNY ARDANT (La femme d'à côté), SYVIE GREZEL (L'argent poche), CHARLES DENNER (La mariée était en noir, Une belle fille..., L'homme qui aimait les femmes), MARCEL BERBERT (producteur), DANI (La nuit américaine, L'amour en fuite), JACQUELINE BISSET (La nuit américaine), HENRI SERRE (Jules et Jim), SERGE ROUSSEAU (La mariée..., Baisers volés), NELLY BENEDETTI (La peau douce), MARIE DUBOIS (Tirez sur le pianiste, Jules et Jim), ALEXANDRA STEWART (La nuit américaine), CATHERINE DENEUVE (La sirène du Mississippi, Le dernier métro), GERARD DEPARDIEU (La femme d'à côté), CHARLES AZNAVOUR (Tirez sur le pianiste), BERNARDETTE LAFONT (Les mistons, Une belle fille comme moi), CLAIRE MAURIER (Les 400 coups), JEAN-CLAUDE BRIALY (Une histoire d'eau, La mariée était en noir), JEAN-PIERRE LEAUD (les Doinel, Les deux anglaises, La nuit américaine), DELPHINE SEYRIG (Baisers volés), JEAN-PIERRE AUMONT (La nuit américaine), BRIGITTE FOSSEY (L'homme qui aimait les femmes), HENRI GARCIN (La femme d'à côté) et CLAUDE JADE (Baisers volés, Domicile conjugal, L'amour en fuite) - Cannes 1985 -Hommage a François Truffaut

Als Claude Anfang Januar 1968 erstmals Truffaut in seinem Büro an der rue Robert-Estienne 5 trifft, kennt sie ihn nur von einem Foto. Auf diesem lachen er und Jeanne Moreau sich an während der Arbeit zu „Jules et Jim.“ An einem Abend, an dem Claude nicht Theater spielt, geht François mit ihr in „La mariée était en noir“ und erzählt ihr danach von seiner Freundschaft mit Jeanne Moreau. Und als Truffaut seiner zukünftigen Verlobten beim ersten Rendezvous am 16. Februar 1968 Champagner anbietet, den einzigen Wein, den er trinkt, erklärt er ihr, was Jeanne Moreau darüber sagt. Truffaut fand Moreaus Beschreibung so hübsch, so dass er sie übernahm: „Champagner ist die Milch der Erwachsenen.“

Joyeux Noël

Joyeux Noël Merry Christmas Schöne Weihnachtstage Buon Natale Счастливого Рождества メリークリスマス Crăciun fericit Feliz Navidad عيد ميلاد مجيد God jul Wesołych Świąt  Καλά Χριστούγεννα Mutlu Noeller Շնորհավոր Սուրբ Ծնունդ Veselé Vánoce Boldog karácsonyt Hyvää joulua חג מולד שמח Nollaig Shona 聖誕快樂 کریسمس مبارک Sretan Božić შობა Vrolijk kerstfeest میری کرسمس

Claude Jade クロード・ジャド كلود جاد Клод Жад Κλοντ Ζαντ Claude Jadeovà کلود جید კლოდ ჟადი קלוד ז’אד 클로드  Joyeux Noël Merry Christmas Schöne Weihnachtstage Buon Natale Счастливого Рождества メリークリスマス Crăciun fericit Feliz Navidad عيد ميلاد مجيد God jul Wesołych Świąt  Καλά Χριστούγεννα Mutlu Noeller Շնորհավոր Սուրբ Ծնունդ Veselé Vánoce Boldog karácsonyt Hyvää joulua חג מולד שמח Nollaig Shona 聖誕快樂 کریسمس مبارک Sretan Božić შობა Vrolijk kerstfeest میری کرسمس 자드 克劳德·杰德 Kloda Žada

Claude Jade
クロード・ジャド
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Claude Jadeovà
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클로드 자드
克劳德·杰德
Kloda Žada

Balthus, Beine, Brille und Brüste

Zur Zeit ist ein Balthus-Gemälde Gegenstand einer Zesur-Debatte: „Met Museum refuses to remove Balthus painting“. Man kann die Unterhose seiner pubertierenden „Thérèse rêvant“ sehen und das Bild, das wohl Besucher sexuell erregen könnte, soll entfernt werden, so fordern es Online-Petitionen.
Auch Truffaut, einem Mann der sich im Kino wie kaum ein Zweiter für das Recht der Kinder einsetzte („Les 400 Coups“, „L’argent de poche“), hatte einen Balthus in seiner Wohnung hängen und verwendete ihn. Nein, es war ein harmloser Balthus.
Balthus Metropolitan Museum Mee too Bed and Board Domicile conjugal Francois Truffaut Claude Jade Jean-Pierre Leaud
Christine a décroché un petit tableau du mur et le tend à Antoine:
Christine: „Tiens prends le petit Balthus.“
Antoine: „Ah, le petit Balthus, je te l’ai offert, il est à toi. Garde-le.“
Christine: „Si si emporte-le.“
Antoine: „Ecoute il est à toi, je te l’ai offert.“
Christine: „Ah bon.“
Christine raccroche le tableau.
***
Christine hangs a small painting off the wall and hands it to Antoine.
Christine: „Here, take this Balthus.“
Antoine: „I gave it to you. It’s yours.“
Christine: „You can have it back.“
Antoine: „Look, it’s yours! I gave it to you.“
Christine: „Oh, all right then.“
Christine hangs it back.
***
Christine hängt ein kleines Gemälde von der Wand und reicht es Antoine.
Christine: „Da, nimm deinen kleinen Balthus mit.“
Antoine: „Aber den Balthus hab ich dir geschenkt. Er gehört dir. Behalt ihn.“
Christine: „Ja, schon. Aber nimm ihn doch mit.“
Antoine: „Aber ich hab ihn dir geschenkt, also gehört er dir.“
Christine: „Na gut.“
Christine hängt ihn zurück.

„La peau douce“ (1963), „Domicile conjugal“ (1970)

Danach glaubt Antoine, Christine küssen zu dürfen, doch: „Nein, du küsst mich jetzt nicht“.
Den Gemälde-Dialog, damals ein Foujita, hatte François Truffaut bereits in einer Szene zwischen dem Ehepaar Lachenay in „Die süße Haut“ verwendet. Sicher, es ist ein harmloser Balthus, doch wenn sich nach einem Erfolg des Verbots im New Yorker Met eine Petition dessen Gesamtwerk vornehmen sollte?
Es ist anzunehmen, dass sich im Kino demnächst jemand daran stören wird, dass Perseus eine Frau köpft und Medusas Haupt triumphierend in die Höhe hält; auch die Filmographien von Schmollmund Brigitte Bardot oder dem einstigen Nacktmodell Marilyn Monroe haben eine Zensur zu befürchten, was für ein Frauenbild ! Nicht so reaktionär wie in prüden Heimatfilmen, doch erregend sexistisch.

                         Sexuell verdächtige Fetische: Beine, Brille, Brüste

Bei Claude Jade sollten Sie noch einmal einen Blick auf „Domicile conjugal“ werfen, den fetischisierten Blick auf Claude Jades Beine. Wir sehen zu Beginn ein Paar Frauenbeine, für Truffaut „die Zirkel, die den Erdball in allen Himmelsrichtungen ausmessen und ihm sein Gleichgewicht und seine Harmonie geben“.
Für andere Betrachter könnten sie sexuell erregend sein und die Schauspielerin als Sexualobjekt degradieren. Ihre Beine schreiten  an Pariser Ladenfassaden vorbei und werden begleitet von der Melodie einer Violine, die neben dem Einkaufsnetz im Geigenkasten mitschwebt. Und von einer stolzen Stimme, die verlangt, sie nicht als Mademoiselle, sondern als Madame anzureden. Für immer wird sie begleitet von verzauberten Blicken, deren Besitzer das Auge eines Filmemachers ist, des Filmemachers François Truffaut. Doch dann dienen sie dem von Yvon Lec gespielten Hilfspolizisten zur Erregung, diese Beine. Antoine greift nach ihnen, so oft Truffaut sich und seinem Alter ego eine Möglichkeit bietet.

Als in Berlin Caravaggios Amor entfernt werden sollte, weil es „zweifellos der Erregung des Betrachters“ diene, könnten dies auch die Beine Claude Jades, also der Erregung dienen.

Man könnte dagegen argumentieren, dass „Domicile conjugal“ doch ein Werk der Emanzipation sei, so wie es Co-Autor Claude de Givray 2001 erklärte. In der Szenenfolge, in der auch der kleine Balthus auftaucht, gelingt Truffaut ein Kunststück, das amerikanische Kino entscheidend zu beeinflussen.
Nach der Entdeckung des Seitensprungs stellt Christine Bedingungen.
Claude de Givray: „Seit dreißig Jahren hat das Kino versucht, dass Frauen sich emanzipieren. Und dann kommt 1970 Claude Jade. Sie lacht, nein, sie lächelt, wenn sie ihre Vorwürfe vorbringt und dabei ein Taxi ruft.
Sie erklärt den Männern: Ihr seid egoistisch, ihr seid scheinheilig, ihr lügt.  François war einer der ersten, die diese Art Frau als Hauptrolle geschaffen haben und die Figur von Claude Jade ist wunderbar. Denn in ihrer Rolle zeigt sie im Kino vielleicht das erste Mal ganz natürlich, dass Frauen Forderungen erheben.
Danach haben die Amerikaner es in den 70er Jahren auch gezeigt, Mazursky und Benton, der damals Truffaut sein Drehbuch schickte. Robert Benton und sein ‚Kramer vs Kramer‘ und Woody Allen haben in ,Domicile conjugal’ ihr Vorbild.“
Doch wie wird heute in der Idiokratie des Internets der Einsatz erniedrigender Fetische in „Domicile conjugal“ bewertet? Etwa wenn Antoine Christine im Bett bittet, ihre Brille wieder aufzusetzen. Oder gar Christines Geste, sich für Antoine, der neuerdings auf Japanerinnen steht, als Geisha zu verkleiden und ihr dann eine Träne über die Maquillage rollt? Entwürdigend.

Noch ist niemand darauf gestoßen, dass Antoine Christines Brüsten entwürdigende Namen gibt: Laurel und Hardy. Und schlimmer noch: „Die hier nennen wir Don Quijote und die kleine dicke da Sancho Panza.“

#mitou,
signé Christine Doinel.