Daniel Ceccaldi 89

Claude Jade, Daniel Ceccaldi und Claire Duhamel in "Geraubte Küsse"

Claude Jade, Daniel Ceccaldi und Claire Duhamel in „Geraubte Küsse“

ceccaldi_claude jade daniel ceccaldi Domicile conjugalIn „Baisers volés“ und „Domicile conjugal“ war Daniel Ceccaldi (1927-2003) der Stiefvater von Christine Darbon-Doinel alias Claude Jade – und natürlich der Schwiegervater von Truffauts Alter ego Antoine Doinel.
Den Namen Darbon für Christines Eltern entlieh Truffaut dem Schauspieler François Darbon, der im Kurzfilm „Antoine et Colette“ den namenlosen Stiefvater von Antoines platonischem Schwarm Colette gespielt hatte. Die Darbons leben im 16. Arrondissement, in der avenue Édouard-Vaillant Nummer 44.
Ceccaldi_baisers_voles_Claude_Jade_Daniel_Ceccaldi_1968_filmClaude Jade über ihre Filmeltern: „François sagte, dass er Mädchen mit netten Eltern gern mochte. Aus diesem Grund sind Antoine Doinels Schwiegereltern so sympathisch.“
Daniel Ceccaldis Lucien Darbon könnte dem Universum Charles Dickens‘ entstammen, ein  gebildeter, schelmischer und  warmherziger Bonhomme, als Stiefvater und als Schwiegervater auch ein Komplize der Helden.

Claude Jade, Claire Duhamel, Jean-Pierre Léaud und Daniel Ceccaldi. Baisers volés. 1968.

Claude Jade, Claire Duhamel, Jean-Pierre Léaud und Daniel Ceccaldi. Baisers volés. 1968.

Jean-Pierre Leaud, Claude Jade, Daniel Ceccaldi, Claire Duhamel. Domicile conjugal. 1970

Jean-Pierre Leaud, Claude Jade, Daniel Ceccaldi, Claire Duhamel. Domicile conjugal. 1970

Ceccaldi_Dom_le canard malicieux daniel ceccaldi claude jadeEr ist warmherzig und in seiner Spielfreude köstlich, wenn er am Essenstisch erklärt, weshalb Christine auf keinen Fall die Marseillaise spielen dürfe. Er ist ein Feingeist, der eine Autowerkstatt besitzt und der in „Domicile conjugal“ seinem Enkel Alphonse eine gelbe Gummiente mitbringt. Kurz zuvor hat Christine herausgefunden, dass Antoine sie mit einer Japanerin betrogen hat. Lucien: „Diese Ente ist übrigens für Alphonse, die ist nicht für euch. Ich sage das, weil ich kürzlich einen interessanten Roman gelesen habe: ‚Die schelmische Ente‘. Es ist die Geschichte eines Richters, eines Mannes aus dem gehobenen Bürgertum, der sich unsterblich in eine Ente verliebt, eine Ente, die man seinem Sohn geschenkt hat.“ Christine: „Das kann Antoine nicht passieren; er hat für leblose Dinge nichts übrig. Er bevorzugt Menschen, obgleich er überhaupt nichts gegen die Farbe Gelb hat.“

Daniel Ceccaldi als Lucien Darbon in "Baisers volés" (oben) und "Domicile conjugal"

Daniel Ceccaldi als Lucien Darbon in „Baisers volés“ (oben) und „Domicile conjugal“

Ceccaldi_Banania_Baisers_voles_Claude_JadeSeinen schönsten Satz in „Domicile conjugal“ hat Ceccaldi in einer Szene im Bordell, in dem er seinem Schwiegersohn begegnet: „Wertvolle Menschen sind wie schöne Dinge. Sie verlassen selbst die guten Häuser mit Bedauern.“
Der Kritiker Bob Wade schreibt über Ceccaldis Lucien Darbon: „Claude Jade’s parents are memorably played by Daniel Ceccaldi and Claire Duhamel. Ceccaldi’s role may represent the most pleasant and neurosis-free father in any movie of the era. He overflows with Dickensian warmth and geniality.“

François Truffaut, Daniel Ceccaldi, Claude Jade, jean-Pierre Léaud

François Truffaut, Daniel Ceccaldi, Claude Jade, jean-Pierre Léaud

Daniel Ceccaldi1972 bittet Daniel Ceccaldi Claude Jade, in Shakespeares „Henry V“ seine kleine französische Prinzessin Catherine de Valois zu spielen, im von ihm inszenierten und gespielten Stück bei Sommerfestivals in Beauhency, Sarlat und Sisteron. Leider fällt dieses schöne Projekt ins Wasser, bei dem man einem berühmten Tochter-Vater-Paar der Filmgeschichte nach ihrer Vermählung auf der Bühne hätte applaudieren können.

Claude Jade schwärmt in ihrer Autobiographie „Baisers envolés“: „Daniel Ceccaldi, toujours disert, charmant et plein d’esprit.“ Heute wäre der Schauspieler 89 Jahre geworden.

Jean-Pierre Léaud, François Truffaut, Claude Jade, Daniel Ceccaldi und Claire Duhamel bei Dreharbeiten zu "Domicile conjugal", 1970

Jean-Pierre Léaud, François Truffaut, Claude Jade, Daniel Ceccaldi und Claire Duhamel bei Dreharbeiten zu „Domicile conjugal“ (Das Ehedomizil / Tisch und Bett, 1970)

Mehr über Daniel Ceccaldi in „Baisers volés“ hier: „Geraubte Küsse“

 

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Robert Dalban

Claude Jade, Robert Dalban und Jacques Brel in "Mon oncle Benjamin"

Claude Jade, Robert Dalban und Jacques Brel in „Mon oncle Benjamin“

Dalban_Robert_pic_tontons149Wenn das Weinfass in „Mein Onkel Benjamin“ für das Liebespaar Claude Jade und Jacques Brel geöffnet wird, kommt ein exzellenter Jahrgang zutage: Robert Dalban, geboren am 19. Juli 1903.
Der Mann mit der Gangstervisage fiel erstmals 1947 als Mörder Paulo in Clouzots „Quai des Orfèvres“ auf und ist ein Symbol des französischen Nebendarstellers in der zweiten und dritten Reihe. Bei über 240 Auftritten ist sehr viel Mittelmäßiges dabei, doch eben auch Unvergessenes.

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Guter Jahrgang: Fernandel (1903-1971) und Robert Dalban (1903-1987) in „L’assassin est dans l’annuaire“

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Zu seinen herausragenden Filmen zählen „Marie Octobre“, in dem er ein des Verrats verdächtiger ehemaliger Résistance-Kamerad von Danielle Darrieux ist, „Les Tontons flinguers“ (Mein Onkel, der Gangster), in dem als Hausdiener Jean immer wieder sein donnerndes „Yes Sir !“ schmettert und „Mon oncle Benjamin“, in dem er als Gastwirt besessen über die Jungfräulichkeit seiner Tochter Manette (Claude Jade) wacht. Und als Manette sich dem jungen Hector de Pont-Cassé (Bernard Alane) anvertraut, findet der mit Hilfe eines Weinfasses ein ganz besonderes Geschenk für Manette und Benjamin.

Robert Dalban, Bernard Alane, Claude Jade, Jacques Brel, Paul Frankeur, Jean-Pierre Lamy, Mon oncle Benjamin, Mein Onkel Benjamin

Unter diesem Link mehr zu „Mon oncle Benjamin“

Jacques Perrin 75

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Jacques Perrin (links) und Claude Jade in „Home sweet Home“

home_sweet_home_poster_la_fete_a_jules_claude_jade_Jacques_perrin„Es gibt keine schwierigen Themen im Film. Wenn wir es schaffen, für sie die richtige Form zu finden, werden alle Filme für ein großes Publikum bestimmt sein.“ Jacques Perrin spielte nicht nur mit Claude Jade in Benoît Lamys fulminantem Debütfilm „Home Sweet Home“ das junge Paar unter größtenteils mit Laien besetzten Altersheimbewohnern; er war auch Koproduzent des vielleicht nur im Arbeitstitel schwierig erscheinenden Themas: „Traité de savoir-vivre à l’usage des vieilles générations“.
Wer wollte 1973 schon einen Film über alte Menschen produzieren; nicht sexy genug, Leute ins Kino zu locken? Jacqueline Pierreux und Jacques Perrin machten sich stark.

Claude Jade und Jacques Perrin in "Home Sweet Home" (Trautes Heim)

Claude Jade und Jacques Perrin in „Home Sweet Home“ (Trautes Heim)

affiche_Poster_Home_sweet_Home_affiche_bombe_benoit_lamy_claude_Jade_Jacques_Perrin„Alte Leute inszenieren eine Revolution. Ein Unterhaltung und Sozialkritik geschickt verbindendes Erstlingswerk, ebenso ironisch und heiter im Stil wie originell im Stoff“, lobt das Filmlexikon den Film, der 14 Preise weltweit einheimste.
Produzent wurde Perrin vier Jahre zuvor. Er war bereits ein Star, hatte Auszeichnungen erhalten und war abonniert auf den schönen Unschuldigen. 1969 spielte Jacques Perrin in Costa-Gavras‘ bahnbrechendem Politthriller „Z“ den couragierten Journalisten. Costa-Gavras brauchte einen Produzenten für den brisanten Stoff und Perrin gründete die Firma Reggane. Der Rest ist Filmgeschichte.

Perrin in seiner Lieblingsrolle: als Maxence Françoise Dorléac in "les demoiselles de Rochefort"

Jacques Perrin in seiner Lieblingsrolle: als Maxence mit Françoise Dorléac in „Les demoiselles de Rochefort“

"Z" - Regisseur Costa-Gavras mit Star und Produzent Jacques Perrin

„Z“ – Regisseur Costa-Gavras mit seinem Schauspieler und Produzenten Jacques Perrin

Fortan produzierte er politisch linke Filme wie „La guerre d’Algérie“ und suchte auch seine Rollen in diesem Genre: In „Der unsichtbare Aufstand“ und „Sondertribunal“ war er sowohl Schauspieler als auch Produzent.

Claude Jade kämpft 1982 als Anwältin um „die Ehre eines Kapitäns“ (Jacques Perrin)

L'honneur d'un capitaine, film 1982, Pierre Schoendoerffer, Jacques Perrin, Nicole Garcia, Charles Denner, Georges Wildon, Claude Jade, Robert Etcheverry, Georges Marchal, Jean-Francois Poron, Christophe Malavoy, Patrick Chauvel, Hubert Gignoux, Jean Vigny, Guerre, Algerie, film de procés,So führte ein weiterer politischer Film erneut Jacques Perrin und Claude Jade zusammen: Pierre Schoendoerffers „L’honneur d’un capitaine“ . Als Anwältin Valouin kämpft sie mit einer Witwe (Nicole Garcia) gegen die Verleumdung eines 25 Jahre zuvor im Algerienkrieg gefallenen Hauptmanns (Perrin). Sie hatten dem Sujet entsprechend keine gemeinsamen Szenen mehr.
2005 ließen sich Claude Jade und Jacques Perrin für die DVD-Veröffentlichung des Meilensteins des belgischen Kinos interviewen. „Home sweet Home“ bleibt es wundervolles Manifest für die Freiheit und die Revolte.

Jacques Perrin und Claude Jade im preisgekrönten "Home Sweet Home"

Jacques Perrin und Claude Jade im preisgekrönten „Home Sweet Home“

Claude Jade und Jacques Perrin 2005 in Interviews zu "Home sweet Home"

Claude Jade und Jacques Perrin 2005 in Interviews zu „Home sweet Home“

Claude Jade und Jacques Perrin in "Home sweet Home"

Claude Jade und Jacques Perrin in „Home sweet Home“

Mehr zu Jacques Perrin, der heute seinen 75. Geburtstag feiert, und zu Claude Jade in Benoît Lamys „Trautes Heim“ finden Sie hier:
„Home Sweet Home – Trautes Heim“

Topas heute auf 3sat – noch immer kein Director’s Cut in Deutschland

topaz_alfred_hitchcock_poster_frederick_stafford_dany_robin_claude_jade_karin_dorTestpublikum ist eine der dümmsten Erfindungen des Filmindustrie. Ein paar Leute entscheiden, dass der Regisseur sein Werk umschneiden muss. „Casablanca“ zum Beispiel fiel vor einer solchen Horde durch.
In Fall von Hitchcocks „Topas“ war es das Ende, bei dem sich die Gegenspieler André Devereaux und Jacques Granville im Stade Charléty duellieren – und Granville von einem Heckenschützen niedergestreckt wurde. Das Publikum verstand nicht und senkte den Daumen. Hitchcock drehte nun eine Version, in der Granville nach Moskau abreist. Auch dieses Ende kam nicht an und so wurde aus bereits vorhandenem Material Granvilles Selbstmord zurechtgeschnibbelt: Eigentlich ist es der Rücken einer anderen Figur, die in Granvilles Haus verschwindet.

Heute abend auf 3sat: die alte deutsche Kinofassung von "Topas"

Heute abend auf 3sat: die alte deutsche Kinofassung von „Topas“

Und so endet diese von Universal auferlegte Version: Nach dem Schließen der Tür arretiert das Bild und wir hören einen Schuss. Seit dem 1. Januar 1970 läuft der Film „Topas“ in Deutschland in der von Hitchcock nicht gewollten Version. Seit 17 Jahren läuft in einigen Programmkinos der Director’s Cut, 17 Minuten länger als die alte deutsche Kinoversion. Und ebenso lange gibt es die längere und von Hitchcock favorisierte Fassung auf Video – inzwischen längst auch auf DVD, allerdings nicht in einer deutschen Version.

diese Sequenz fehlt heute: Tamara (Tina Hedström) hält Ausschau nach Verfolgern

diese Sequenz fehlt heute: Tamara (Tina Hedström) hält Ausschau nach Verfolgern

delete_3_head_Tamara_TopazHitchcocks Fassung wird der Adaption des ausufernden Romans gerechter als das, was wir heute abend auf 3sat sehen – oder auf der deutschen DVD von Universal.
Die 17 zusätzlichen Minuten zeigen ein komplexeres Bild der Figuren und lassen den Film weniger verworren wirken. So wird die Familie des russischen Überläufers von ihren amerikanischen Rettern unter Druck gesetzt.

Nur im Director's Cut: die Erpressung der Kuzenovs

Nur im Director’s Cut: die Erpressung der Kuzenovs

Drei Modellköpfe von Boris Kuzenov, seiner Frau Olga und Tochter Tamara als Verkörperungen des amerikanischen Traums werden vom Ex-KGB-Mann auf den Boden geworfen, Tamara weint um die zerstörte Hoffnung, ein All-American-Girl zu werden und CIA-Mann Nordstrom droht den dreien, sie vor der nächsten russischen Botschaft auszusetzen.

Ann Doran ("Rebel without a cause") ist im Director's Cut mit von der Partie

Ann Doran („Rebel without a cause“) ist im Director’s Cut mit von der Partie

Den Kuzenovs zugewiesen wird auch eine Betreuerin: Mrs. Forsyth wird von Ann Doran gespielt, James Deans Mutter in „Denn sie wissen nicht, was sie tun“. Auch sie wird heute abend nicht auf 3sat mit dabei sein. Und ebenso fehlt die Szene, in der Mike Nordstrom (John Forsythe) fragt, weshalb eine tödliche Waffe im Salon der Devereaux‘ an der Wand hängt. Nicole Devereaux (Dany Robin) erklärt, dass es ihre sei und sie damit in der Résistance gekämpft hätte. So zerstört sich in der kurzen Sequenz die Imago vom blonden Püppchen, das den Kalten Krieg verdammt – und der Verweis auf ihre Vergangenheit in der Résistance ist nicht unerheblich für den Fortgang der Geschichte des Ehebruchs von Nicole.

Nicole war in der Résistance. Vom Kalten Krieg hält sie nichts.

Nicole war in der Résistance. Vom Kalten Krieg hält sie nichts.

delete_5_Michele_Claude_Jade_Airport_La_Guardia_Topaz_Hitchcock_Topas_Michel_SuborHitchcock absolviert seinen Kurzauftritt in einem Rollstuhl, aus dem er überraschend aufsteht, bei der Ankunft von Devereaux‘ Tochter Michèle (Claude Jade) und deren Mann François Picard (Michel Subor) am New Yorker Flughafen La Guardia.
Keine Sorge heute abend: Die Ankunft des Paares und das Plaudern sind geblieben, doch einige Dialoge fehlen.

Im Director’s Cut freut Michèle (Claude Jade) sich auf die wilden Kubaner.

Im Director’s Cut freut Michèle (Claude Jade) sich auf die wilden Kubaner.

Die feine Ironie der Szene schließt sich – nur bei Hitchcocks Version – mit Michèles Schwärmerei für ihren Mann (François: „With a wife like this, one can afford to be modest“) und für die Delegierten der UNO: „… especially the Africans with their marvellous robes. And the Cubans. O I like the Cubans. They are so wild.“ Wie wild, verrät der Film wenig später. Der deutsche Fernsehzuschauer verpasst dieses clin d’œil.

delete_6_juanita_laughingDie von Karin Dor gespielte Juanita ist wie ihr Liebhaber Rico Parra eine tragische Figur des Films. Doch diese Frau, die in einer riesigen Villa mit patentem Personal unter der politischen Situation auf Kuba leidet, darf im Director’s Cut schadenfroh lachen. Sie freut sich, Parra ein Schnippchen zu schlagen. In der deutschen Fassung ist sie wenig gut gelaunt.

Die schadenfroh lachende Karin Dor fehlt in der deutschen Version.

Die schadenfroh lachende Karin Dor fehlt in der deutschen Version.

Auf einer Autofahrt vom Flughafen Orly nach Paris berichtet André (Frederick Stafford) von seinen Problemen, doch Michèle wirft ihm vor, Nicole betrogen zu haben. Dem Zuschauer entgeht nicht nur eine der für Hitchcock typischen künstlichen Rückprojektionen sondern auch die Borniertheit des Antihelden. Natürlich, so André zu Michèle, würde er, der gerade noch in Juanitas Armen lag, mit ihrer Mutter reden. Sie habe außerdem ihn verlassen.

Markenzeichen für Hitchcock: seine Rückprojektionen

Markenzeichen für Hitchcock: seine Rückprojektionen

Was Sie sonst noch verpassen? Ein Gespräch zwischen Claude Jade und Frederick Stafford über den Reichtum Jacques Granvilles (Michel Piccoli) vor dessen Haus. Michèle (Claude Jade): „Er hat dieses Haus hier, dann eines an der Côte d’Azur und eines in der Schweiz.“ André: „Jacques hat immer schon ein Auge für gute Dinge“.

Frederick Stafford, Claude Jade und Michel Subor in "Topas"

Frederick Stafford, Claude Jade und Michel Subor in „Topas“

Die elegante Villa des Jacques Granville

Die elegante Villa des Jacques Granville

Frederick Stafford, Claude Jade, Dany Robin und Michel Piccoli

Frederick Stafford, Claude Jade, Dany Robin und Michel Piccoli

Auf der Party von Jacques Granville versucht Michèle, ihre Eltern zu versöhnen und André hat die Hoffnung, mit Jacques (Michel Piccoli) und Claude Martin (John van Dreelen) Topas zu enttarnen. Wir erfahren nur in der englischen Version, dass André, Nicole und Jacques einst gemeinsam in der Résistance kämpften – und dass Jacques in Nicole verliebt war. Nicht unerheblich, fand Regisseur Hitchcock.

Der Cocktail bei Granville fehlt heute abend auf 3sat.

Der Cocktail bei Granville fehlt heute abend auf 3sat.

Dies waren die Szenen, die den Filmgenuss der deutschen Version ein wenig ergänzen.
Zum Abschluss noch die Enden, die von Hitchcock favorisiert wurden.
Die Abreise des Schurken nach Moskau:

Ab nach Moskau: Winkewinke von Michel Piccoli

Ab nach Moskau: Winkewinke von Michel Piccoli

Und das Duell, von dem neben dem Testpublikum auch Andrés Angehörige vorab nicht begeistert sind.

A Duel ? How idiotic !

A Duel ? How idiotic !

Und nun ein Spoiler, sollte das Ende doch einmal in einer deutschen Fassung zu sehen sein.

So endet "Topas", ginge es nach Wunsch des Regisseurs Alfred Hitchcock

So endet „Topas“, ginge es nach Wunsch des Regisseurs Alfred Hitchcock

Dennoch viel Vergnügen – mit kleinen Abstrichen – mit Alfred Hitchcocks „Topas“
Mehr über den Film hier im Blog unter:  Alfred Hitchcock – Topaz

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Jean-Pierre Mocky 83

mockyJean-Pierre Mocky, der Anarchist unter den französischen Regiegrößen, wird heute 83.
Als Schauspieler wird er in den 50er Jahren mit Antonionis „Die Besiegten“ und Franjus „Mit dem Kopf gegen die Wände“ bekannt. 1959 debütiert er mit „Les dragueurs“ als Regisseur. Nach verrückten Komödien sind seine wichtigsten Arbeiten kurz nach dem Pariser Mai 68 das Portrait einer Gruppe von Linksterroristen („Solo“) und die Abrechnung mit korrupten Politikern („Der Albatros“). Satirische Komödien prägen in den Folgejahren sein Œuvre: in „Tod dem Schiedsrichter“ wollen Fußballfans den Unparteiischen lynchen, mit „Das Wunder des Papu“ macht er sich über Wunderheilung lustig.

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In der Farce „Bonsoir“ ist sein Stammschauspieler Michel Serrault ein obdachlos gewordener Schneider. Jean-Pierre Mocky besetzt Claude Jade als heimliche Lesbierin, die ihn bei sich aufnimmt. „Die Rolle ist großartig, um ein Bild zu brechen, das man von mir hat“, freut sich Claude Jade über ihre Caroline in Mockys Film. Mehr über den Film hier: Bonsoir

giphy Bonsoir claude jade michel serrault jean pierre mocky

Herzlichen Glückwunsch zum 83.

 

Einfaches Abendessen

Vergessen einzukaufen? Baby schläft bereits?
Dann ran an die Babynahrung.
Y a plus rien à manger ?
J’ai juste trouve ça, c’est les pots d’Alphonse.
Mmmm ! ça, ça doit être très bon, y’a qu’à manger ça !
Ben oui, mais s’il se réveille.
Qui ça ? Alphonse ? Tu sais très bien que quand Alphonse est endormi, il ne se réveille plus jamais…
Bon d’accord

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Claude Jade, Jean-Pierre Léaud, „Domicile conjugal“ (1970, François Truffaut)

200 ans Meduse

200. Jahrestag des Schiffbruchs der Medusa. Am 2. Juli 1816 lief die Fregatte auf der Banc d’Arguin auf Grund.
Der Schiffbruch inspirierte Théodore Géricault zu seinem berühmten Gemälde „Das Floß der Medusa“ und den Regisseur Iradj Azimi zu seinem Film „Le radeau de la Méduse“, in dem Claude Jade die Frau des Gouverneurs, Reine Schmaltz, spielte.

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Mehr zum Film hier: Le Radeau de la Méduse

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