Le Pion – eine optimistische Fabel

Als Claude Jade das Drehbuch zu „Le Pion“ (Ein Pauker zum Verlieben) erhält, findet sie es lustig und charmant. Die Geschichte um einen Aushilfslehrer (Henri Guybet), der heimlich einen Roman schreibt und von seiner angebeteten Kollegin, dem Schulzensor und dem Literaturzirkel der Stadt belächelt wird, ist sicher naiv.
Auch dass er seine wahre Liebe (Claude Jade), seine verwitwete Nachbarin und Mutter eines seiner Schüler, erst spät erkennt, gehört zum Muster des kleinen Films. Das Menuett der 7. Klaviersinfonie von Beethoven hilft den beiden schüchternen Helden ein wenig.
Seit heute in der Filmographie: „Le Pion“.

Werbeanzeigen

Henri Guybet 80

Gestern wurde Henri Guybet 80.

Henri Guybet mit Louis de Funès in "Les aventures de Rabbi Jacob", mit Miou-Miou und Bernard Menez in "Pas de problème" und mit Claude Jade in "Le Pion"

Henri Guybet in „Les aventures de Rabbi Jacob“, „Pas de problème“ und „Le Pion“

1968 gründet Henri Guybet mit Coluche, Romain Bouteille, Patrick Dewaere und Miou-Miou das Café de la gare. Mit der Rolle des jüdischen Chauffeurs Salomon in „Die Abenteuer des Rabbi Jacob“ wird er 1973 im Kino bekannt und festigt seine Karriere mit „Pas de problème“.
In „Le Pion“ (Ein Pauker zum Verlieben) spielte er 1978 seine einzige Hauptrolle, die zudem auch seine einzige romantische ist. Von der verwitweten Mutter eines Schülers ermutigt, seinen Roman zu veröffentlichen, wird der belächelte Aushilfslehrer unter Pseudonym zur Berühmtheit. Und am Ende landet Bertrand (Guybet) in den Armen der ebenso schüchternen Dominique (Claude Jade).

guybet-henri-80-ans