Philippe Khorsand

Guillaume de Tonquédec, Philippe Khorsand und Claude Jade in „Tableau d’honneur“ (1992)

Philippe Khorsand, der vor zehn Jahren starb, wäre heute 70 geworden. Das erste Mal nahm er Claude Jade 1980 in „Nous ne l’avons pas assez aimée“ in die Arme. Damals spielte er Paul, den Mann der Cousine (Eva Darlan) der depressiven Gisèle (Claude Jade).

Claude Jade mit Philippe Khorsand in „Nous ne l’avons pas assez aimée“ (1980)

Philippe Khorsand, bis zu diesem Drama in Kino und Fernsehen nur in winzigen Nebenrollen aufgetreten, wurde 1982 mit der Serie „Merci Bernard“, hier ebenfalls mit Eva Darlan, bekannt. Die zwei Jahre laufende Serie bringt ihm Popularität und eine erste große Nebenrolle: Als Eric nimmt er in Gérard Lauziers „P’tit con“ (Kleiner Spinner) mit Josiane Balasko den verwirrten Teenagerhelden Bernard Brieux in seiner Kommune auf. Hier noch im Schatten der Stars Caroline Cellier und Guy Marchand als Eltern des Jungen, gibt ihm der Macher von „Merci Bernard“, Jean-Michel Ribes, 1986 seine erste größere Kinorolle: als ungeschickter und dabei urkomischer Leibwächter in „La galette du roi“ an der Seite von Jean Rochefort wird Philippe Khorsand auch im Kino populär und 1988 mit  „Corps z’à corps“ zum Star.

Guillaume de Tonquédec mit seinen Filmeltern Claude Jade und Philippe Khorsand

1992 sind Philippe Khorsand und Claude Jade nun selbst die Eltern eines Teenagers und Charles Némès‘ „Tableau d’honneur“ erweckt ein wenig den Geist von „Kleiner Spinner“.  Steht hier Guillaume de Tonquédec in seiner ersten Hauptrolle im Zentrum, so bieten Claude Jade und Philippe Khorsand in weiteren Hauptrollen als Gabrielle und Paul Martin eine köstliche Vorstellung als gegensätzliches Elternpaar des Jungen.

Hier mit einem Klick zu einer kleine Erinnerung an Charles Némès‘ Film „Tableau d’honneur“.

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Guillaume de Tonquédec 50

Guillaume de Tonquédec und Claude Jade in "Tableau d'honneur"

tableau-d-honneur-film-nemes-guillaume-de-tonquedec-claude-jadeGuillaume de Tonquédec, seit „Le prénom“ ein Star im französischen Unterhaltungsfilm, spielte vor 25 Jahren in seiner ersten Kinohauptrolle Claude Jades Sohn.
In „Tableau d’honneur“ verteidigt Claude als Gabrielle ihren Filmsohn Jules gegen ihren autoritären Ehemann (Philippe Khorsand), hat eine Affaire mit Jules‘ Sportlehrer (Patrick Guillemin) und als Maman ordentlich betrunken ist, küsst sie Jules auf dem Schulhof. Der Film, in dem sich Claude Jade schüchtern wie ein Teenager Kondome kauft, während ihr Filmsohn mit Papas Geliebter ins Bett steigt, war auch Karrierestart für zwei weitere Jungstars: Éric Elmosnino und Guillaume Gallienne.

Claude Jade, Guillaume de Tonquedec, Tableau d'honneur, film 1991, 1992, Charles NemesGuillaume de Tonquédec wird von 1986 bis 1989 am Konservatorium von Filmpartnern Claude Jades unterrichtet, Michel Bouquet und Daniel Mesguich.
Anschließend ist er in Inszenierungen von Jacques Weber  am Théâtre des Célestins in Lyon zu erleben, wo Claude Jade von 1975 bis 1984 in sechs Stücken gespielt hatte.
Später spielt Guillaume de Tonquédec erneut neben Claude Jade: in der Serie „Cap des Pins“.

Guillaume de Tonquédec mit Claude Jade und Philippe Khorsand in "Tableau d'honneur"

Guillaume de Tonquédec mit Claude Jade und Philippe Khorsand in „Tableau d’honneur“

Am Théâtre Édouard VII, wo Claude 1967 ihre Ausbildung erhielt, spielt Guillaume de Tonquédec 2010 in Alexandre de La Patellières „Le prémom“ (Der Vorname). Der Sohn von Denys de La Patellière, in dessen letztem Film „Der Abbé und die Liebe“ Claude die Hauptrolle gespielt hatte, landet mit dem Stück einen großen Erfolg; es wird für sechs Molières nominiert, darunter auch Guillaume de Tonquédec. Für seinen Claude in der Verfilmung des Stücks erhält Guillaume de Tonquédec 2013 den César.
Heute wird Guillaume de Tonquédec 50. Herzlichen Glückwunsch.

Baisers volés de Maman: Claude Jade und Guillaume de Tonquédec in "Tableau d'honneur"

Baisers volés de Maman: Claude Jade und Guillaume de Tonquédec in „Tableau d’honneur“

Kurzes Kino-Comeback

blog_Claude_Jade_1992Vor 22 Jahren – im September 1992 – läuft die Komödie „Tableau d’honneur“ in den Kinos. Zur gleichen Zeit hat Claude Jade „Bonsoir“ abgedreht, eine Satire von Jean-Pierre Mocky. Die beiden Filme sind mit Ausnahme des verspätet gestarteten „Le radeau de la Méduse“ und zweier Kurzfilme ihre letzten großen Leinwandauftritte. Variety lobt eine komische Szene in „Tableau d’honneur“, in der sie sich wie ein Teenager Kondome besorgt; in „Bonsoir“ spielt sie eine verklemmte Lesbierin, die widerwillig einen Obdachlosen (Michel Serrault) bei sich aufnimmt.

Claude Jade film "Tableau d'honneur" Charles Nemes

Claude Jade 1992 in „Tableau d’honneur“

Claude Jade, Michel Serrault, Corinne Le Poulain, Bonsoir, Jean-Pierre Mocky

Claude Jade mit Michel Serrault und Corinne Le Poulain in „Bonsoir“

Als Journalist Luc Honorez Claude Jade nach dem Dreh zu „Bonsoir“ trifft, ist für ihn das Bild aus „Baisers volés“ auch fast 25 Jahre nach ihrem Debut nicht verblasst.

Links zu „TABLEAU D’HONNEUR“ und „BONSOIR“