Jean-Pierre Mocky 83

mockyJean-Pierre Mocky, der Anarchist unter den französischen Regiegrößen, wird heute 83.
Als Schauspieler wird er in den 50er Jahren mit Antonionis „Die Besiegten“ und Franjus „Mit dem Kopf gegen die Wände“ bekannt. 1959 debütiert er mit „Les dragueurs“ als Regisseur. Nach verrückten Komödien sind seine wichtigsten Arbeiten kurz nach dem Pariser Mai 68 das Portrait einer Gruppe von Linksterroristen („Solo“) und die Abrechnung mit korrupten Politikern („Der Albatros“). Satirische Komödien prägen in den Folgejahren sein Œuvre: in „Tod dem Schiedsrichter“ wollen Fußballfans den Unparteiischen lynchen, mit „Das Wunder des Papu“ macht er sich über Wunderheilung lustig.

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In der Farce „Bonsoir“ ist sein Stammschauspieler Michel Serrault ein obdachlos gewordener Schneider. Jean-Pierre Mocky besetzt Claude Jade als heimliche Lesbierin, die ihn bei sich aufnimmt. „Die Rolle ist großartig, um ein Bild zu brechen, das man von mir hat“, freut sich Claude Jade über ihre Caroline in Mockys Film. Mehr über den Film hier: Bonsoir

giphy Bonsoir claude jade michel serrault jean pierre mocky

Herzlichen Glückwunsch zum 83.

 

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Kurzes Kino-Comeback

blog_Claude_Jade_1992Vor 22 Jahren – im September 1992 – läuft die Komödie „Tableau d’honneur“ in den Kinos. Zur gleichen Zeit hat Claude Jade „Bonsoir“ abgedreht, eine Satire von Jean-Pierre Mocky. Die beiden Filme sind mit Ausnahme des verspätet gestarteten „Le radeau de la Méduse“ und zweier Kurzfilme ihre letzten großen Leinwandauftritte. Variety lobt eine komische Szene in „Tableau d’honneur“, in der sie sich wie ein Teenager Kondome besorgt; in „Bonsoir“ spielt sie eine verklemmte Lesbierin, die widerwillig einen Obdachlosen (Michel Serrault) bei sich aufnimmt.

Claude Jade film "Tableau d'honneur" Charles Nemes

Claude Jade 1992 in „Tableau d’honneur“

Claude Jade, Michel Serrault, Corinne Le Poulain, Bonsoir, Jean-Pierre Mocky

Claude Jade mit Michel Serrault und Corinne Le Poulain in „Bonsoir“

Als Journalist Luc Honorez Claude Jade nach dem Dreh zu „Bonsoir“ trifft, ist für ihn das Bild aus „Baisers volés“ auch fast 25 Jahre nach ihrem Debut nicht verblasst.

Links zu „TABLEAU D’HONNEUR“ und „BONSOIR“