Pierre Brasseur 111

111 wäre Pierre Brasseur heute geworden.
1968 spielten das „monstre sacré“ und die von ihm „la môme“ genannte Claude Jade in André Hunebelles „Sous le signe de Monte-Cristo“

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Michel Auclair 94

auclair-michel-auclairIn zwei Filmen spielte Claude Jade mit Michel Auclair (1922-1988). Michel Auclair, der vor 94 Jahren in Koblenz geboren wurde, gelang im Nachkriegskino die Balance zwischen dubiosen Intriganten (Ludovic in Jean Cocteaus „La Belle et la Bête“), zweifelnden Charakteren (Des Grieux in Henri Georges-Clouzots „Manon“) und romantischen Liebhabern (Michel in Erich Engels „Unter den tausend Laternen“). In ihrem zweiten Film „Sous le signe de Monte Cristo“ begegnet Claude Jade 1968 erstmals Michel Auclair: Als Linda stellt sie seinem Schurken de Villefort eine raffinierte Falle, die der modernisierten Dumas-Verfilmung den deutschen Kinotitel gab: „Der Rächer aus dem Sarg“.

Linda (Claude Jade) enthüllt vor de Villefort (Michel Auclair) Edmond Dantès' wahre Identität.

Linda (Claude Jade) enthüllt Gérard de Villefort (Michel Auclair) Edmond Dantès‘ wahre Identität.

De Villefort kondoliert Linda, als "Der Rächer aus dem Sarg" aufersteht. Michel Auclair, Claude Jade, Paul Barge, Raymond Pellegrin und Paul Le Person in "Sous le signe de Monte Cristo"

De Villefort kondoliert Linda, als „Der Rächer aus dem Sarg“ aufersteht. Michel Auclair, Claude Jade, Paul Barge, Raymond Pellegrin und Paul Le Person in André Hunebelles „Sous le signe de Monte Cristo“

sous-le-signe-de-monte-cristo-a01aFür die 19jährige Claude war die Zusammenarbeit mit den großen Schauspielveteranen Pierre Brasseur, Michel Auclair und Raymond Pellegrin eine willkommene Anfangszeit.
1982 spielte sie dann in Henri Helmans „Lise et Laura“ die Doppelrolle der von der Gestapo ermordeten Lise und der jungen Laura, die Jahrzehnte später Lises einstigem Verlobten Frederic (Michel Auclair) begegnet.
Claude Jade: „Ich hatte Michel, diesen subtilen Schauspieler, seit meinen Anfängen nicht wiedergesehen und ich schätzte erneut und noch mehr die Qualität seines Spiels“.

Claude Jade und Michel Auclair in Henri Helmans "Lise et Laura"

Claude Jade und Michel Auclair in Henri Helmans „Lise et Laura“

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Claude Jade behütet – eine Galerie

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Claude Jade 1972 in „Les feux de la Chandeleur“ (Kerzenlicht)

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2006 in „Célimène et le cardinal“

Behütet wächst Claude Jade auf und bereits 1964 trägt sie auf der Bühne ihre erste Kopfbedeckung, eine Haube. Zwischen ihrer Molière-Heldin Agnès und ihrer Molière-Heldin Célimène liegen 42 Jahre.
Der Karrierestart erfolgt unter Männern, die sie behüten oder behüten wollen: Sacha Pitoëff und François Truffaut. Und freilich trägt Claude Jade in vielen ihrer zahlreichen Filme Hüte; mal sind es historische Modelle, in seltenen Fällen sind sie ein dramatisches Element.
Unter der Seite Gut behütet  finden Sie hier ab heute einen Artikel, der zugleich eine chronologische Galerie ist.

Link zur Seite GUT BEHÜTET

Im Zeichen von Monte Christo

titre_Sous_le_signe_de_Monte_Cristo_Claude_Jade_Paul_Barge_Pierre_Brasseur_Paul_le_Person

image_promotion_Claude_Jade_Sous_le_signe_de_Monte-Cristo_1968Pierre Brasseur nennt sie „la môme“, die Göre. Mit dem „monstre sacré“ aus Carnés „Die Kinder des Olymp“ dreht Claude Jade im Sommer 1968 zwischen „Geraubte Küsse“ und „Topas“ ihren einzigen Abenteuerfilm: André Hunebelles „Sous le signe de Monte-Cristo“ (Der Rächer aus dem Sarg – Gejagt wie Monte Christo).
Der klassische Stoff wurde vom Macher der „Fantomas“-Komödien aus der Mitte des 19. Jahrhunderts in die Gegenwart verlegt.   Hier nimmt Edmond Dantès (Paul Barge) Rache an Nazi-Kollaborateuren. Und Claude Jade unterstützt den Helden dabei, wenn André Hunebelle sie in Szenen mit Brasseur nicht gerade ermahnen muss: „Claude, Sie sind nicht an Ihrem Platz!“
Ein ausführlicher Artikel unter diesem Link:
SOUS LE SIGNE DE MONTE-CRISTO