Alain Mottet 1928 – 2017

Claude Jade und Alain Mottet in „Shéhérazade“ (1971)

Als das filmische Bilderbuch „Sheharazade“ am 30. Dezember 1971 als Märchen im Fernsehen lief, konnte Claude Jade es nicht sehen. Die Liebeserklärung Shazanians (Alain Mottet) an Sheherazade (Claude Jade) nach Einnahme eines Wahrheitsserums war das Fernseh-Ereignis des Tages in Frankreich, doch France Soir schrieb, dass Claude Jade abgereist sei, „um in Rio Samba zu tanzen“. Sie war in Brasilien bei ihrem späteren Mann Bernard Coste.

Ein Wahrheitsserum macht Shazenian (Alain Mottet) liebestoll.

Der Shazenian, Bruder des Sultans Shariar, in „Sheherazade“ war eine der seltenen Hauptrollen Alain Mottets. Seit 1950 in Lyon am Theater, waren seine Regisseure Roger Planchon, Hubert Gigoux, Georges Wilson, Jean Anouilh, André Barsacq, Marcel Camus, Marcelle Tassencourt, Jacques Mauclair und Claude Jades Schauspiellehrer Jean-Laurent Cochet. 1957 spielte Alain Mottet den Florent in der Uraufführung von Arthur Adamovs „Paolo Paoli“ und den Baugeron im ersten Stück von Michel Vinaver, „Les Coréens“.
Im Fernsehen wurde er als Inspecteur Flambart in der Serie „Vidoq“ bekannt, im Kino als Lagerkommandant in Jean-Pierre Melvilles „Armee im Schatten“.

Alain Mottet in seinen wichtigsten Filmrollen: neben dem James Starr in „Les Indes noires“ und dem Flambart neben Bernard Noël in „Vidocq“ war er 1972 neben Georges Géret der Thénardier in „Les Misérables“

1971 folgte sein Shazenian in Pierre Badels TV-Inszenierung von Supervielles „Sheherazade“. Verfolgt von einer Magierin (Tsilla Chelton) überfliegt Alain Mottet mit Claude Jade auf einem fliegenden Pferd Bagdad und die Persische Nacht.

Das Schauspielerpaar Alain Mottet und Françoise Hirsch, Eltern des 2003 verstorbenen Schauspielers Pierre Mottet, haben am 31. Oktober 2017 gemeinsam den Freitod gewählt. So berichtete es seine Tochter Christine Mottet nach dem Tod der Eltern gestern dem Figaro.

Zur Erinnerung an Alain Mottet hier der TV-Film „Sheherazade“, in dem er mit Claude Jade auf dem fliegenden Pferd, das einen englischen Akzent spricht, durch den Nachthimmel reitet.

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Claude Jade behütet – eine Galerie

Les_Feux_de_la_chandeleur_Claude_Jade

Claude Jade 1972 in „Les feux de la Chandeleur“ (Kerzenlicht)

Célimène et le cardinal

2006 in „Célimène et le cardinal“

Behütet wächst Claude Jade auf und bereits 1964 trägt sie auf der Bühne ihre erste Kopfbedeckung, eine Haube. Zwischen ihrer Molière-Heldin Agnès und ihrer Molière-Heldin Célimène liegen 42 Jahre.
Der Karrierestart erfolgt unter Männern, die sie behüten oder behüten wollen: Sacha Pitoëff und François Truffaut. Und freilich trägt Claude Jade in vielen ihrer zahlreichen Filme Hüte; mal sind es historische Modelle, in seltenen Fällen sind sie ein dramatisches Element.
Unter der Seite Gut behütet  finden Sie hier ab heute einen Artikel, der zugleich eine chronologische Galerie ist.

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