Tisch und Bett/Kramer gegen Kramer/Liebe auf der Flucht

Robert Bentons „Kramer gegen Kramer“ sollte nach Bentons Wunsch ein Film von François Truffaut werden. Das Berliner Kino Babylon zeigt heute um 22 Uhr Truffauts „Liebe auf der Flucht“ (L’amour en fuite) , den er stattdessen drehte. Ebenfalls heute zeigt Arte um 20:15 Bentons Film. Für Berliner ein Double Feature.

„Kramer gegen Kramer“ ist ein Beitrag des New Hollywood, das von der „Nouvelle Vague“ und bei Frauenfiguren von François Truffaut geprägt war, die selbstbewusster waren als die des alten Studiokinos. 1978 herrschte noch Aufbruch wie wir ihn bei Cassavetes und Rowlands bewunderten. Für Truffaut hatte Benton bereits „Bonnie und Clyde“ geschrieben. Truffaut sagte erneut ab.

Robert Benton im Gespräch mit Michael Althen: „Bei Kramer gegen Kramer habe ich ursprünglich gesagt, der bessere Regisseur dafür wäre Truffaut, aber ich würde gerne das Drehbuch schreiben. Truffaut war auch interessiert, hatte aber keine Zeit.“ Truffaut lehnte 1978 aus Zeitgründen ab, denn er bereitete bereits „Liebe auf die Flucht“ vor, die Fortsetzung zu „Tisch und Bett“ (Domicile conjugal), dessen Einfluss bei „Kramer gegen Kramer“ unverkennbar ist.

Es war die Epoche, in der es auch im US-Kino jene Natürlichkeit gab, die besonders gelingt, wenn Dustin Hoffman und sein Filmsohn „Arme Ritter“ (French Toast als Reminiszenz an „Baisers volés“, den Vorgänger zu „Tisch und Bett“ und „Liebe auf der Flucht“) zerbrechen und sie in eine Tasse Milch tunken. Ein improvisierter Akt, gegen den das Filmkind protestiert und dem Zusammenspiel eine Vertrautheit gibt, als wär es ein Film von Truffaut.

Truffauts Co-Autor Claude de Givray sagte 2001 in den DVD-Kommentaren zu Domicile conjugal: „Seit dreißig Jahren hat das Kino versucht, dass Frauen sich emanzipieren. Und dann kommt 1970 Claude Jade. Sie lacht, nein, sie lächelt, wenn sie ihre Vorwürfe vorbringt und dabei ein Taxi ruft. Sie erklärt den Männern: Ihr seid egoistisch, ihr seid scheinheilig, ihr lügt. François war einer der ersten, die diese Art Frau als Hauptrolle geschaffen haben und die Figur von Claude Jade ist wunderbar. Denn in ihrer Rolle zeigt sie im Kino vielleicht das erste Mal ganz natürlich, dass Frauen Forderungen erheben. Danach haben die Amerikaner es in den 70er Jahren auch gezeigt, Mazursky und Benton, der damals Truffaut sein Drehbuch schickte. Robert Benton und sein ‚Kramer vs Kramer‘ und Woody Allen haben in ,Domicile conjugal’ ihr Vorbild.“

Gene Siskel von der Chicago Times schrieb „Kramer vs. Kramer verliert nie seinen zurückhaltenden, realistischen Touch. Sie werden sich am Ende des Films fragen, warum wir nicht mehr Bilder wie diese sehen. Schließlich ist ihre Geschichte nicht so ungewöhnlich.“

Ohne Truffauts Regie wurde es kein Frauenfilm, so dass die in ihren Auftritten reduzierte Meryl Streep den „Best Supporting Actress“-Oscar erhielt. Da hatte Benton nun schon Truffauts Kameramann Almendros, der gezeigt hatte, welche Wirkung es hat, wenn Menschen gefilmt werden, die eine Treppe hinaufsteigen und vor der Verhandlung erhält Streep diesen gleichberechtigten Gang im Gerichtspalast nicht. Die Kamera fährt bei ihrer Ankunft nach oben und wir müssen Dustin Hoffman, dem ohnehin der ganze Film und die Sympathien gehören, folgen. Tatsächlich musste sich Meryl Streep durchsetzen, dem „Oger“, wie sie die Joanna nannte, etwas mehr Menschlichkeit verleihen zu dürfen. Und egal, wie schäbig sich Hoffmann am Set immer wieder gegen Meryl Streep laut deren Erinnerungen aufführte, zählten Kritiker auch seine Leistung zu seinen besten. An „Tisch und Bett“ erinnern auch die getrennten Gespräche übereinander, die bereits Woody Allen als Referenz an „Bed and Board“ in „Annie Hall“ angegeben hatte. Vivaldis Mandolinenkonzert ist von Benton dessen Verwendung für Truffauts „L’enfant sauvage“ entlehnt und weil Benton sicher war, François würde Regie führen, hatte er Néstor Almendros („L’enfant sauvage“, „Domicile conjugal“, „L’amour en fuite“…) als Kameramann engagiert. Almendros arbeitete auch später mit Benton und filmte Streep erneut in „Sophie’s Choice“.

Almendros und Streep sind empfehlenswert und als erneute Sicht auf das „New Hollywood“. „Kramer gegen Kramer“ ist leider als Zugeständnis an sein breites amerikanisches Publikum nicht frei von falscher Sentimentalität, aber ein ehrlicherer Gegenentwurf zu Schmonzetten ähnlicher Vater-Sohn-Thematik wie etwa „Der Champ“ von 1979.
Und auch die Gerichtsszenen sind antiquiert, denn 1978 gab es bereits die Möglichkeit des gemeinsamen Sorgerechts. Weshalb Truffaut für die Scheidung der Kramers keine Zeit hatte: seine Helden Claude Jade und Jean-Pierre Léaud aus „Geraubte Küsse“ und „Tisch und Bett“ lassen sich in „Liebe auf der Flucht“ zeitgleich zu Streep und Hoffman scheiden: als erstes Paar in der giscardschen Scheidung des beiderseitigen Einverständnisses. Und eben jene „Liebe auf der Flucht“ lief heute im Babylon.

Scheidung in beiderseitigem Einvernehmen: Statt „Kramer gegen Kramer“ drehte Truffaut „Liebe auf der Flucht“. Claude Jade, Jean-Pierre Léaud und Jean-Pierre Ducos

Babylon heute:
https://babylonberlin.eu/programm/festivals/truffaut/6912-truffaut-love-on-the-run?

Jean-Claude Dauphin 76

Claude Jade und Jean-Claude Dauphin spielten zusammen in „Le témoin“ und in einem „Navarro“-Krimi. 1968 bis 1970 waren die beiden ein Paar.

Claude Jade und Jean-Claude Dauphin 1969

Im Herbst 1968 kehrt Claude Jade bei einer Drehpause zu Alfred Hitchcocks „Topaz“ kurz nach Frankreich zurück. Sie dreht ausstehende Szenen für „Mauregard“. Mit den Mai-Protesten, deren Vorboten die Demonstrationen im Februar 1968 für Henri Langlois während der Arbeit an „Baisers volés“ waren, wurden auch die Dreharbeiten zu „Mauregard“ von Truffauts Co-Autoren Claude de Givray und Bernard Revon unterbrochen. Bei dieser Gelegenheit besucht Claude Jade ihren Schauspiellehrer vom Théâtre Edouard VII, Jean-Laurent Cochet. Claude Jade: „Er hatte Baisers volés gesehen und mich nicht besonders gelobt; für ihn war es wahrscheinlich eine Form von Theaterverrat.“ Bei dieser Gelegenheit lernt sie einen der neuen Schüler von Cochet kennen: Jean-Claude Dauphin. Der Sohn von Claude Dauphin und Maria Mauban hatte gerade die Hauptrolle in „Adolphe ou l’âge tendre“ von Bernard Toublanc-Michel gespielt. Neben Ulla Jacobsson und Philippe Noiret waren auch seine Eltern als seine Film-im-Film-Eltern mit von der Partie. In ihren Erinnerungen „Baisers envolés“ schreibt Claude Jade: „Er war charmant, witzig und intelligent, und ich ging bald mit ihm aus. Mit unserem hellen Teint und unseren feinen Gesichtszügen hätten wir ein Geschwisterpaar spielen können.“  Dann reist Claude mit ihrer Schwester Annie, die bereits volljährig ist, als Begleiterin wieder nach Hollywood.

Claude Jade und Jean-Claude Dauphin in Bruges, Filmszene aus „Le témoin“


War Truffaut zu Beginn des Drehs zu „Mauregard“ noch am Drehort erschienen, um sich mit Claude zu verloben, hatte sie nun einen neuen Freund. Nach ihrer Rückkehr aus den USA, wo „Geraubte Küsse“ für den Oscar nominiert ist, haben sie wieder etwas Zeit füreinander, doch Claude hat viele Pressetermine, denn zeitgleich hat auch die ein Jahr zuvor gedrehte Serie „Les oiseaux rares“ TV-Premiere. Sie reist zu Filmfestivals in Monaco und Bukarest. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, wie zur Ernennung von Alfred Hitchcock zum Officier des Arts et des lettres am 25. September 1969 im Pariser Plaza Athénée, begleitet Jean-Claude Claude. „Alle fanden uns sehr süß. Ich lebte auf der Überholspur. Das war alles ziemlich aufregend, aber auch nicht gerade erholsam. Ich konnte mit ihm ein paar Tage in die Berge in die Schweiz zum Skifahren entfliehen.“

Alfred Hitchcock wird 1969 zum Officier des Arts et de lettres ernannt. Vorn mit seinen „Topaz“-Stars Claude Jade, Michel Piccoli und Philippe Noiret. Im Hintergrund raucht Jean-Claude Dauphin eine Zigarette.

Beide spielen, auch um miteinander mehr Zeit zu haben, ein junges Paar in „Le témoin“ (Der Zeuge). In dem romantischen Psychothriller verlässt Cécile (Claude Jade) ihren Freund Thomas (Jean-Claude Dauphin) für den mysteriösen Van Britten (Gérard Barray). Für Cécile ist die Beziehung zu Thomas ruhig, zu ruhig. Sie verlässt Thomas, obwohl sie als Zeugin eines Mordes um Van Brittens düstere Seite weiß. Am Ende ist sie allein. Im Epilog des Thrillers, den Van Britten nicht überlebt, wacht Cécile nach einem unruhigen Traum auf, kann dem bei ihr liegenden Thomas aber nicht sagen, ob der Traum wirklich ein schlimmer Traum gewesen sei.

Jean-Claude Dauphin und Claude Jade in „Le témoin“ (Der Zeuge)




Als Claude in der Bourgogne „Mein Onkel Benjamin“ dreht, kommt Jean-Claude zu Besuch und lernt dabei Édouard Molinaro kennen, der ihn später für „La Mandarine“ engagiert. Umgekehrt dreht Claude später mit Bernard Toublanc-Michel, den sie durch Jean-Claude kennenlernt, „Le malin plaisir“ und „La grotte aux loups“. Und Marcel Cravenne, in dessen Dickens-Adaptation von „Große Erwartungen“ Jean-Claude Dauphin 1968 den erwachsenen Waisenjungen Pip gespielt hatte (siehe Foto rechts, bdff), macht Claude Jade zehn Jahre später zur Heldin seiner Verfilmung von Maurice Leblancs „Insel der 30 Särge“.

Bernard Toublanc-Michel dreht mit Jean-Claude Dauphin 1968 „Adolphe ou l’âge tendre“. Später engagiert er Claude Jade für „Le malin plaisir“ (1975) und „La grotte aux loups“ (1980)

 

Claude Jade und Jean-Claude Dauphin 1969 in „Le témoin“

Auf der Heimfahrt nach Paris in Jean-Claudes Aston mini besuchen sie seine Maman Maria Mauban und deren zweiten Mann Jean Versini im Loiret in deren Landhaus bei Montargis. Sie möchte mit ihm nun das Trio Schneider ihrer Verwandten mütterlicherseits besuchen. Es ist spät und sie kommen unerwartet in Châteauneuf an. Tante Guitou ist auf Reisen, doch Didi und Tata sind efreut, improvisieren ein Essen und geben ihnen ein großes Zimmer, das Guitou in Anlehnung an das antike Griechenland das „Megaron“ nannte. Müde von der Reiseroute schlafen sie kurzerhand ein und reisen am nächsten Tag weiter. „Wenig später erhielt ich einen wütenden Brief von Guitou, dass dies keine Art sei, sich zu benehmen, und dass ich meine Ankunft hätte ankündigen können… Sie war vor allem wütend, dass ich unter ihrem Dach im selben Zimmer wie mein Freund geschlafen hatte. Sie meinte, ich hätte ihr Haus als „Lunapar“ [römisches Bordell] missbraucht. Das war ihre petrolisierte Seite, die sich mit den Jahren legte. Diese Unnachgiebigkeit verschwand mit dem Alter, und ich erinnerte sie immer wieder an diese Anekdote, wenn sie für meine Nichten [Annies Töchter Gaëlle und Ariane], die nach Châteauneuf kamen und ihren Freund mitbrachten, den Megaron vorbereitete. Sie lachte darüber und antwortete, dass sich die Zeiten geändert hätten.“

Michel Le Royer, Claude Jade und Jean-Claude Dauphin 1969


In einem Artikel in der Cine Revue unter dem Titel „Claude Jade heiratet“, werden ihre Bewunderer beruhigt: Es sei nur Truffaut, der sie im Film „Domicile conjugal“ mit Jean-Pierre Léaud verheirate: „Was Claude Jade betrifft, wird Jean-Claude Dauphin als ihr bevorzugter Ritter in spe genannt. Ist das eine Verlobung? Nein, sagt Claude. Ich bin der Meinung, dass ich, bevor ich den Rubikon überschreite, noch meine Karriere festigen muss. Wenn „die Einsamkeit eine zwanzigjährige Seele erschreckt, wie Molière sagte, halte ich mich selbst noch für sehr jung, um jetzt ein langes Leben zu zweit ernsthaft in Angriff zu nehmen.“

„Was Claude Jade betrifft, wird Jean-Claude Dauphin als ihr bevorzugter Ritter in spe genannt.“


1970 lädt Claude Jade auch oft Freunde von Jean-Claude zum Essen zu sich ein und erinnert sich in „Baisers envolés“ an viele Abende mit politischen Gesprächen, in denen die intelligenten Idealisten die Welt verändern wollten und vom Aufstand der Arbeiterklasse sprachen. Unter ihnen war neben Jean-Claudes bestem Freund Antoine Dumayet und dessen Bruder Nicolas Dumayet, Söhne des Autors Pierre Dumayet, auch Michel Anthonioz, Sohn der Widerstandskämpferin Geneviève de Gaulle-Anthonioz, der später dem INA vorstand und den Sender Arte gründete. Michel hatte bereits einen Essay zu Studentenrevolten veröffentlicht.  Ein junger Italiener, der von den Roten Brigaden schwärmte, von Mao und dessen kleinem rotem Buch, überforderte Claude manchmal („Ich konnte sie nicht stoppen und wieder loswerden, wenn sie einmal angefangen hatten“), da es kaum noch andere Themen gab als den Aufstand der Arbeiterklasse. „Sie waren alle Söhne aus gutem Hause, großzügig und charmant, aber sie wussten nichts über das Arbeitermilieu; sie machten auf mich den Eindruck, als würden sie Revolutionäre spielen, so wie Marie-Antoinette die Schäferin spielte.“

Festival Hyères: Claude Jade, Pat Mathieu-Resuge, Maurice Bouillet, Jean-Claude Dauphin


Jean-Claude besucht Claude, als sie in der Jury des Filmfestivals in Hyères ist. Beide sind am Drehen, haben neue Projekte. „Im Laufe der Monate wurde meine Beziehung zu Jean-Claude immer weniger; wir waren zu jung, um gemeinsame Zukunftspläne zu schmieden, und jeder führte seine eigene Karriere. Es gab keinen abrupten Bruch, es war einfach so … Eine Jugendliebe, das Ende einer schönen Beziehung.“

Jean-Claude Dauphin mit Ulla Jacobsson in „Adolphe ou l’âge tendre“ (Tanjas Geliebter), Claude Jade in „Le témoin“ (Der Zeuge), Isabelle Adjani in „Le secret des Flamands“ (Das Geheimnis des Kupferbechers)



Jean-Claude Dauphin dreht wie Claude Jade neben Kinofilmen („Le Hasard et la violence“, „Le choix des armes“) auch für das Fernsehen, wo er einen seiner schönsten Erfolge 1974 in der Miniserie „Le Secret des Flamands“ (Das Geheimnis des Kupferbechers) neben Isabelle Adjani hat, die wie er von Bernard Toublanc-Michel entdeckt wurde. Zum TV-Star wird er vor allem 1978 als Partner von Bruno Pradal im Sechsteiler „Le temps des as“.

Jean-Claude Dauphin und Claude Jade 1995 im „Navarro“-Krimi „Sentiments mortels“

1995 waren Jean-Claude Dauphin und Claude Jade in drei Szenen des „Navarro“-Krimis „Sentiments mortels“ das Ehepaar Guillaume und Geneviève Marcillac, das nur ein Mord trennt.

Geneviève Marcillac (Claude Jade), Guillaume Marcillac (Jean-Claude Dauphin)

Heute wird Jean-Claude Dauphin, der vor allem im Fernsehen aktiv ist und 2020 neben Anny Duperey deren Gatten, den duc Thibaut de L’Essile, in der Serie „Les secrets du château“ spielte, 76. Herzlichen Glückwunsch.




Kuss-Szenen Baisers volés Baisers envolés

Collage Baisers envolés Claude Jade

Claude Jade, Jean-Pierre Léaud, „Baisers volés“

Video Baisers volés et envolés

 

Der gestohlene Kuss, den sich Antoine Doinel von Christine Darbon in „Baisers volés“ im Weinkeller raubt, ist legendär – auch weil er in „Domicile conjugal“ zwei Jahre später seine Referenz findet, wenn Christine sich einen von Antoine einfordert. Beide werden schließlich in „L’amour en fuite“ zitiert.

Der Kuss im Weinkeller 1968

Der Kuss im Weinkeller 1970


In dieser Collage finden sich viele weitere Küsse, so zu Beginn aus „Mauregard“, den die Co-Autoren von „Baisers volés“ schrieben und den Claude de Givray inszeniert hatte. Truffaut erschien damals am Drehort, um sich mit Claude Jade zu verloben, die sich hier als Françoise mit Richard Leduc als Maxence verlobt.

Küsse in „Mauregard“ Claude Jade und Richard Leduc


Auf „Mauregard“ folgen weitere Filmküsse bis zu „Cap des Pins“, der Serie, in der Claude Jade zwischen 1998 und 2000 sowohl Paul Barge aus „Sous le signe de Monte Cristo“ als auch Jean-Claude Bouillon aus „Windows“ wiederküsst.  Die Collage beschließt ein Kuss 2006, zu dem es nicht kommt, doch den Célimène und Alceste herbeisehnen.

Claude Jade avec Jean-Pierre Léaud (Baisers volés), Paul Barge (Sous le signe de Monte Cristo), Michel Subor (Topaz), Richard Leduc (Mauregard), Gérard Barray (Le témoin), Jacques Brel (Mon oncle Benjamin), Jean-Pierre Léaud (Domicile conjugal), Jean-Pierre Cassel (Le bateau sur l’herbe), Jean Barney (Il y a longtemp que je t’aime), Bernard Fresson (Les feux de la Chandeleur), Frederick Stafford (La ragazza di via Condotti)

Claude Jade et ses baisers dans Prêtres interdits (Robert Hossein), Ma Mie Rose (Claude Giraud), Le choix (Gilles Kohler), Una spirale di nebbia (Duilio del Prete, Roberto Posse), Fou comme François (Michel Creton), La passion de Camille et Lucile Desmoulins (Bernard Alane)

Claude Jade et Henri Guybet dans Le Pion, Jean-Paul Zehnacker et Yves Beneyton dans L’île aux 30 cercueils, Gilles Segal dans Nous ne l’avons pas assez aimée, Alain Claessens dans La grotte aux loups, Barry Stokes dans Rendezvous in Paris, Bruno Pradal dans Une petite fille dans les tournesols, Gianni Morandi dans Voglia di volare, Jean-Claude Bouillon dans Hitchhiker: Windows, Roger Mirmont (Miremont) dans Au bonheur des autres, Jean Barney dans Porté disparu, Paul Barge et Jean-Claude Bouillon dans Cap des Pins (1998-2000), Patrick Préjean dans Célimène et le cardinal (2006)

Ausschnitte – extraits:
„Baisers volés“ (1968, François Truffaut, avec Jean-Pierre Léaud)
„Sous le signe de Monte-Cristo“ (1968, André Hunebelle, avec Paul Barge)
„Topaz“ (1968, Alfred Hitchcock, avec Michel Subor et Frederick Stafford)
Mauregard“ (1968, Claude de Givray, avec Richard Leduc)
„Le témoin“ (2 photos, 1969, d’Anne Walter, avec Gérard Barray)
„Mon oncle Benjamin“ (1969, Édouard Molinaro, avec Jacques Brel)
„Domicile conjugal“ (1970, François Truffaut, avec Jean-Pierre Léaud)
„Le bateau sur l’herbe“ (1970, de Gérard Brach, avec Jean-Pierre Cassel)
„Il y a longtemps que je t’aime“ (1971, de Raymond Gérôme, avec Jean Barney)
„Les feux de la Chandeleur“ (1972, de Serge Korber, avec Bernard Fresson)
„La ragazza di via Condotti“ (1973, de Germán Lorente, avec Frederick Stafford)
„Prêtres interdits“ (1973, de Denys de La Patellière, avec Robert Hossein)
„Ma Mie Rose“ (1975, de Pierre Goutas, avec Claude Giraud)
„Le Choix“ (1976, de Jacques Faber, avec Gilles Kohler)
„Una spirale di nebbia“ (1977, d’Eriprando Visconti, avec Duilio del Prete et Roberto Posse)
„Fou comme François“ (1977, de Gérard Chouchan, avec Michel Creton)
„La passion de Camille et Lucile Desmoulins“ (1978, de Jean-Paul Carrère, avec Bernard Alane)
„Le Pion“ (1978, de Christian Gion, avec Henri Guybet)
„L’île aux trente cercueils“ (1979, de Marcel Cravenne, avec Jean-Paul Zehnacker et Yves Beneyton)
„Nous ne l’avons pas assez aimé“ (1980, de Patrick Antoine, avec Gilles Segal)
„La grotte aux loups“ (1980, de Bernard Toublanc-Michel, avec Alain Claessens)
„Rendezvous in Paris“ (1982, de Gabi Kubach, avec Barry Stokes)
„Une petite fille dans les tournesols“ (1984, de Bernard Férie, avec Bruno Pradal)
„Voglia di volare“ (1984, de Pier Giuseppe Murgia, avec Gianni Morandi)
„The Hitchhiker : Windows“ (1990, de René Manzor, avec Jean-Claude Bouillon)
„Au bonheur des autres“ (1991, de Charles Bitsch, avec Roger Miremont)
„Porté disparu“ (1995, de Jacques Richard, avec Jean Barney et Georges Claisse)
„Cap des Pins“ (1998-2000, série, avec Paul Barge et Jean-Claude Bouillon)
fin: „Célimène et le cardinal“ (2006, de Jacques Rampal, avec Patrick Préjean)


In einem weiteren Video -siehe unten – erscheinen die Szenen im Kontext mit Dialogen, etwa, dass David (Jean-Pierre Cassel) irritiert ist, als Eléonore ihn fragt, ob er sie küssen wolle. Später fragt sie seinen Freund Olivier (John McEnery) zudem, ob er mit ihr schlafen wolle. Und auch die Küsse in der Sequenz auf dem Hof in „Domicile conjugal“, in der sie bestimmt, wann Antoine sie küsse dürfe und wann nicht, ist im zweiten Video zu sehen. Da Claude Jade in ihren nahezu 80 Film- und Fernsehproduktionen trotz Liebeserklärungen wie etwa in „Lenin in Paris“ ist dies nur eine kleine Auswahl an Küssen und an Küsschen – etwa mit ihren Filmeltern in „Baisers volés“, Daniel Ceccaldi und Claire Duhamel, die zeigt, dass sie auch jenseits von Truffauts Christine gestohlene Küsse vor den Kameras hatte. Nicht zu vergessen all die Bises und Caresses in anderen Filmen…

(hinzu kommen im zweiten Video Küsschen aus „Prunelle“, „Les oiseaux rares“, „Sheherazade“, „Les oiseaux de lune“, „La Mandragore“, „L’amour en fuite“, „Commissaire Moulin: L’amie d’enfance“, „Tableau d’honneur“, „Eugénie Grandet“ sowie ein Küsschen von „Cap des Pins“-Seriensohn Raphael Baudoin)


extraits:
„Prunelle“ (1967, Edmond Tiborovsky, avec Eric Vander)
„Les oiseaux rares“ (1967, Jean Dewever, avec Nicole Chaput, Anna Gaylor)
„Baisers volés“ (1968, François Truffaut, avec Jean-Pierre Léaud et bises avec Daniel Ceccaldi et Claire Duhamel)
„Sous le signe de Monte-Cristo“ (1968, André Hunebelle, avec Paul Barge, Paul Le Person, Pierre Brasseur)
„Topaz“ (1968, Alfred Hitchcock, avec Michel Subor, Frederick Stafford et Dany Robin)
„Mauregard“ (1968, Claude de Givray, avec Richard Leduc)
„Le témoin“ (2 photos, 1969, d’Anne Walter, avec Gérard Barray)
„Mon oncle Benjamin“ (1969, Édouard Molinaro, avec Jacques Brel)
„Domicile conjugal“ (1970, François Truffaut, avec Jean-Pierre Léaud)
„Le bateau sur l’herbe“ (1970, de Gérard Brach, avec Jean-Pierre Cassel)
„Shéhérazade“ (1971, avec Pierre Michael)
„Les oiseaux de lune“ (1971, avec Jean-Gabriel Nordmann)
„Il y a longtemps que je t’aime“ (1971, de Raymond Gérôme, avec Jean Barney)
„Les feux de la Chandeleur“ (1972, de Serge Korber, avec Bernard Fresson)
„La Mandragore“ (1973, avec Paul Barge)
„La ragazza di via Condotti“ (1973, de Germán Lorente, avec Frederick Stafford)
„Prêtres interdits“ (1973, de Denys de La Patellière, avec Robert Hossein)
„Ma Mie Rose“ (1975, de Pierre Goutas, avec Claude Giraud)
„Le Choix“ (1976, de Jacques Faber, avec Gilles Kohler)
„Una spirale di nebbia“ (1977, d’Eriprando Visconti, avec Duilio del Prete et Roberto Posse)
„Fou comme François“ (1977, de Gérard Chouchan, avec Michel Creton)
„La passion de Camille et Lucile Desmoulins“ (1978, de Jean-Paul Carrère, avec Bernard Alane)
„Le Pion“ (1978, de Christian Gion, avec Henri Guybet)
„L’amour en fuite“ (1979, de François Truffaut, avec Dani)
„L’île aux trente cercueils“ (1979, de Marcel Cravenne, avec Jean-Paul Zehnacker et Yves Beneyton)
„Commissaire Moulin: L’amie d’enfance“ (1980, de Jean Kerchbron, avec Yves Rénier)
„Nous ne l’avons pas assez aimé“ (1980, de Patrick Antoine, avec Gilles Segal)
„La grotte aux loups“ (1980, de Bernard Toublanc-Michel, avec Alain Claessens)
„Rendezvous in Paris“ (1982, de Gabi Kubach, avec Barry Stokes)
„Lise et Laura“ (1982, d’Henri Helman, avec Bernard Malaterre)
„Une petite fille dans les tournesols“ (1984, de Bernard Férie, avec Bruno Pradal)
„Voglia di volare“ (1984, de Pier Giuseppe Murgia, avec Gianni Morandi)
„The Hitchhiker : Windows“ (1990, de René Manzor, avec Jean-Claude Bouillon)
„Au bonheur des autres“ (1991, de Charles Bitsch, avec Roger Miremont)
„Tableau d’honneur“ (1992, de Charles Nemes, avec Guillaume de Tonquédec)
‚“Eugénie Grandet“ (1993, de Jean-Daniel Verhaeghe, avec Alexandra London)
„Porté disparu“ (1995, de Jacques Richard, avec Jean Barney et Georges Claisse)
„Cap des Pins“ (1998-2000, série, avec Paul Barge et Jean-Claude Bouillon et avec Raphaël Baudoin)
fin avec le désir de Célimène et d’Alceste de s’embrasser : „Célimène et le cardinal“ (2006, de Jacques Rampal, avec Patrick Préjean)



Musique:
Que reste-t–il de nos amours (Charles Trénet)
Mauregard (Georges Delerue)
Mon oncle Benjamin (François Rauber)
Domicile conjugal (Antoine Duhamel)
Souviens toi des douze peupliers (François Rabbath pour Le bateau sur l’herbe)
Les feux de la Chandeleur (Michel Legrand)
Prêtres interdits (Antonio Vivaldi)
Grand Choral (Georges Delerue)
Le Pion (minuetto 7e sonate Beethoven)
L’île aux trente cercueils (Karl Schäfer)
Que reste-t-il de nos amours (Trenet)
Contre vents et marées pour Cap des Pins chantée par Françoise Hardy
Souviens toi des douze peupliers

Heute vor zwanzig Jahren: La Crim – Le secret

Claude Jade als Armande de Montcourtet in „La Crim‘ – Le secret“ (2004)

Am 5. März 2004 strahlte France 2 „La Crim‘ – Le secret“ aus – in jenem Monat veröffentlichte Claude Jade auch ihre Erinnerungen „Baisers envolés“. In einem Interview bezog sie sich auf die Besetzungssituation für ältere Schauspielerinnen. Die Rolle der Armande de Montcourtet war vor „Group Flag: Vrai ou faux“ (2005) und „Célimène et le cardinal“ (2006) eine ihrer letzten Rollen.
Ab heute in der Filmografie: „La Crim‘ – Le secret“.