Was wurde aus der kleinen Virtuosin Marianne Piketty aus Domicile conjugal ?

In „Domicile conjugal“ (Tisch und Bett) verdient Claude Jade als Christine Doinel das Geld mit Geigenunterricht. Doch die Mutter einer begabten Schülerin vergisst immer, die Stunden zu bezahlen. Der Familienrat bei Christines Eltern hatte beschlossen, dass, wenn die Mutter wieder die Stunden nicht zahlen sollte, Christine eine mit Antoine vereinbarte Melodie – die Marseillaise – spielen soll und er die Mutter im Hof abfängt. Die Schülerin Marianne spielte die siebenjährige Marianne Piketty.

Claude Jade, Marianne Piketty und Annick Asty in François Truffauts „Domicile conjugal“ (Tisch und Bett)

Lucien Darbon (Daniel Ceccaldi) hatte Marianne „die kleine Virtuosin, die besser spielt als du“ bezeichnet. Claude Jade erinnert sich 2001 bei den Audiokommentaren an Marianne Piketty: „Das kleine Mädchen wurde wirklich Geigerin. Sie war sehr talentiert.“ Als sie Marianne im Film spielen sieht, sagt sie „Die Kleine war schon sehr erstaunlich. Von einer unglaublichen Ernsthaftigkeit.“

Marianne Piketty ist längst eine international gefeierte Violinistin.  Als Antoine die Mutter abfängt, sagt er der kleinen Marianne, sie spiele bereits so gut, dass sie bald Madame Doinel Unterricht geben könne – „Du gibst ihr Stunden und sie bezahlt sich dafür“.  Und Marianne Piketty ist heute nicht nur eine international gefeierte Künstlerin und zudem Professorin am Conservatoire National Supérieur de Musique in Lyon. Sie gibt regelmäßig Meisterkurse in Frankreich und im Ausland. Die Berliner Universität der Künste beschreibt sie 2024 als eine charismatische und unverzichtbare Künstlerin, die sich durch außergewöhnlichen Unternehmungsgeist, unerschöpflichen Drang nach neuen Begegnungen und Aufführungen auszeichnet – stets mit dem Wunsch, zu teilen, im Geist des Kollektivs: „Präzision und die Bereitschaft, über sich hinauszuwachsen, sind die Grundsätze einer Geigerin, die ihr Instrument im Laufschritt spielt – im Rhythmus einer Athletin.“

Marianne Piketty 1970 in „Domicile conjugal“, aktuelles Foto der Violinistin von Bernard Martinez.

Marianne Piketty : „Ich habe das Glück, schon in jungen Jahren prägende Erfahrungen gemacht zu haben, die mich für die Bühne begeisterten. Mit sieben Jahren trat ich mit Orchester in der Salle Pleyel auf und drehte mit François Truffaut den Film „Domicile conjugal“. Nach meinem Studium am CNSM in Paris ging ich zehn Jahre lang in die USA, um meine Ausbildung an der Juilliard School und bei Itzhak Perlman fortzusetzen.“  Sie gab ihr viel beachtetes Debüt in der Carnegie Recital Hall, folgte der Einladung Yehudi Menuhins, das Brahms Violinkonzert unter seiner Leitung zu spielen und wurde Solistin seiner Stiftung. Der Rest ist Konzertgeschichte.

Claude Jade selbst nahm auf François Truffauts Wunsch kurz Geigenunterricht: Sie selbst habe nach dem Lernen der Tonleiter in erster Linie nur Klavier gespielt und nahm Geigenunterricht, um die Finger zu setzen und den Bogen halten zu können.  Claudes Vater kontaktiert eine Dame, Professorin am Konservatorium in Dijon. „Zunächst musste ich wissen, wie ich mein Instrument und meinen Bogen richtig halten sollte. Dann lernte ich, wie man eine Tonleiter aufstellt und wie man seine Finger auf die Saiten legt. Es war schrecklich, dass ich der armen Geige nur ein herzzerreißendes Miauen entlockte. Meine Lehrerin hielt mich für „begabt“. Sie war nicht wählerisch. “
Neun Jahre später, in „L’amour en fuite“, muss Antoine den Sohn Alphonse zum Bahnhof bringen, weil Christine als Geigenlehrerin Prüfungen am Konservatorium, am Conservatoire national supérieur de musique et de Danse de Paris (CNSMDP) hat, wo die echte Marianne Piketty studiert hatte. Bei der Entstehung des letzten Doinel-Films dürfte sie erst 15 gewesen sein, so alt wie Claude, als sie am Conservatoire de Dijon begann.

Mariannes Mutter wird von Anik Asty gespielt, die in „Geraubte Küsse“ die Bordellkassiererin war und in „Auf Liebe und Tod“ die Kinokassiererin sein wird.

Anik Asty-Belaubre bei François Truffaut: als Bordellkassiererin in „Baisers volés“, als Mariannes Mutter in „Domicile conjugal“ und als Kinokassiererin mit Fanny Ardant in „Vivement Dimanche !“

Anik Asty, die sich ab Mitte der 1970er Jahre Anik Belaubre nennt, hat im François-Truffaut-Universum in ihren drei Rollen mit Geld zu tun, zweimal als professionelle Kassiererin: In „Baisers volés“ kassiert sie Zimmergeld und Spenden für eine erkrankte Kollegin. In „Vivement Dimanche !“ kassiert sie im Kino, das einem Puffbesitzer gehört. An ihrem Ende taumelt sie wie Daniel Gélin in Hitchcocks „Der Mann der zuviel wusste“ mit Messer im Rücken zurück an ihr Kassenhäuschen, ermordet von Philippe Laudenbach als Maître Clément. Dazwischen spielte sie in einem weiteren Film mit Claude Jade, „Fou comme François“. Sie wird im Abspann bereits Anik Belaubre genannt. Der Film entsteht 1976 in Marseille, wo sie ein Jahr zuvor auch am Theater gespielt hat: noch als Anik Asty in „Elle est pas belle la vie ?“ von Richard Martin.

Anik Asty Belaubre in den Truffaut-Filmen „Geraubte Küsse“, „Tisch und Bett“ und „Auf Liebe und Tod“

Marianne Piketty hatte 1970 einen ausgezeichneten Start parallel zur Salle Pleyel, die Truffaut in „L’amour à vingt ans“ filmte. Sie spielte ihr „kleines Konzert“, wie Christine es im Film nennt, bei einem Mann, der ein Vorbild in der Verbindung von Kunst und Unterhaltung ist, mit seiner Mischung aus Emotion und Reflexion sowohl Cineasten als auch das breite Publikum zu erreichen, ohne dabei den ästhetischen Anspruch zu opfern. Eben dies will Marianne Piketty, wenn sie Klassische Musik allen zugänglich machen will wie bei ihrem 2013 versammelten Ensemble Le Concert Idéal.
Bis zum 2. Februar 2025 können wir die Anfänge der Violinistin und Professorin Marianne Piketty auf Arte sehen. Der deutsch-französische Kultursender ARTE schrieb 2006 über ihre erste Zusammenarbeit mit dem Akkordeonisten Pascal Content für eine CD: “Zusammen sind sie bahnbrechend, transkribieren und geben neue Werke in Auftrag, bauen ein Repertoire auf. Marianne Piketty und Pascal Contet schicken uns auf eine Reise und erlauben uns vor allem zu träumen. Dies ist so rar heutzutage, sodass wir ihnen nicht genug dafür danken können.“
Mehr zu Marianne Piketty auf ihrer Homepage.

Hier noch bis zum 1. Februar 2025: „Domicile conjugal“ (Tisch und Bett) in der Arte Mediathek

Marianne Piketty mit Claude Jade in François Truffauts „Domicile conjugal“, heute eine gefeierte Violonistin. (aktuelle Fotos Bernard Martinez)

 

18. Todestag Claude Jade

Am 1. Dezember 2006 starb Claude Jade. In Trauer neben Familie und Freunden auch die Filmwelt. Kulturminister Donnedieu de Vabres nahm Abschied von der „Inkarnation des Charmes und der Eleganz Frankreichs“.
Heute würde sie die „délicieuse vieille dame“ spielen, „indigne de préférence“. 
18 Jahre nach ihrem Verschwinden hält Arte in Frankreich und Deutschland die Erinnerung an die Schauspielerin in der Mediathek mit zwei Filmen wach, die bis zum 1. Februar 2025 dort frei verfügbar sind. 

Am heutigen Todestag die Worte von Véronique Cayla, damals Vorsitzende des Centre national de la cinématographie und Ex- Präsidentin von Arte.

Mit großer Trauer habe ich vom Verschwinden von Claude Jade erfahren.
Sie war eine große und schöne Schauspielerin, die vor allem in den Filmen von François Truffaut, der sie entdeckt hatte, die diskrete Anmut der jungen französischen Frau repräsentierte.
Heute zolle ich einer Schauspielerin von zärtlicher Leuchtkraft Tribut, einer Frau, die sich stets einen klaren Blick auf ihren Beruf bewahrt hat, und ich spreche ihrer Familie und ihren Angehörigen mein aufrichtiges Beileid aus.

Arte bewahrt jene „zärtliche Leuchtkraft“ und nahm bereits im Oktober die drei Filme von François Truffaut in die Mediathek auf.  Die „Baisers volés“ sind vorerst „Baisers envolés“, doch bis Ende Januar 2025 sind weiterhin „Domicile conjugal“ (Tisch und Bett / Das Ehedomizil) und „L’amour en fuite“ (Liebe auf der Flucht) auf Arte online.

Arte, der Sender, der zuletzt auch Hitchcocks „Topas“ ausstrahlte und die Dokumentationen „François Truffaut, l’insoumis“ von Alexandre Moix und „Jean-Pierre Léaud, Truffauts Alter ego“ von Cyril Leuthy, in denen Claude Jade zu sehen war, machte die Kultserie „L’île aux trente cercueils“ (Die Insel der dreißig Särge) als „Die Insel der dreißig Tode“ mit Claude Jade als couragierter Heldin Véronique d’Hergemont 1996 auch in Deutschland bekannt.

Arte machte „L’île aux trente cercueils“ auch in Deutschland bekannt.



weiterhin in der Arte Mediathek: Tisch und Bett (Domicile conjugal)

weiterhin der der Arte Mediathek: Domicile conjugal (Tisch und Bett)

Für „Domicile conjugal“ erhielt Claude Jade im Dezember 1970 den Prix Révélation du cinéma, dem Vorgänger des Meilleur Espoir von Georges Cravennes César, jenem Filmpreis, dem die bisherige Arte-Präsidentin Véronique Cayla heute vorsteht.


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100 ans André Falcon (1924-2009)

Heute ist der 100. Geburtstag von André Falcon, Partner von Claude Jade in „Henri IV“, „Baisers volés“, „Maître Pygmalion“ und „Britannicus“

Nach dem Abschluss am Conservatoire national supérieur d’art dramatique trat André Falcon 1946  in die Comédie-Française ein, wo er bald darauf mit 25 Jahren das jüngste Mitglied wurde.  Als er 1967 die Comédie-Française verließ und sofort zum Ehrenmitglied ernannt wurde, nachdem er die größten Rollen des Repertoires gespielt hatte, wurde François Truffaut auf ihn aufmerksam: Neben seiner Hauptdarstellerin Claude Jade entdeckte er auch ihn in Sacha Pitoëffs Inszenierung von „Henri IV“ am Théâtre Moderne ebenfalls für „Baisers volés“. André Falcon spielte nun für François Truffaut den Detekteichef Blady.

Claude Jade und André Falcon spielen erstmals 1967 gemeinsam in „Henri IV“

Claude Jade war sein Name bereits vertraut, als sie von Pitoeff engagiert wurde. Dank des Petites classiques Larousse, in dem ein Foto von ihm als Rodrigo war, wusste sie, dass er ein superber Schauspieler war. Für Claude Jade ist Falcon „eine Legende“.
Als Belcredi spielt er den Liebhaber ihrer Mutter. „Seine jugendliche Schönheit, sein Temperament und seine Sensibilität führten dazu, dass ihm 1949 die Rolle des Cid anvertraut wurde, in der er triumphierte und die ihm seine Mitgliedschaft einbrachte.“, schreibt die Comédie Française zu Falcons Rodrigo.


Der Blady war Falcons erste größere Rolle beim Film. In den DVD-Kommentaren beschreibt Claude Jade den leicht improvisierten Charakter der Arbeit an „Baisers volés“: „Für François war das Drehbuch von 80 bis 100 Seiten nur eine Art Gedächtnisstütze, er gab nur Anweisungen zum Inhalt. Er schrieb Szenen oft erst am Abend zuvor oder fünf Minuten vor dem Dreh. André Falcon von der Comédie-française erschreckte diese Arbeitsweise furchtbar, denn er war es gewohnt, seine Texte lange vorher zu lernen.“

1975 spielte André Falcon neben Claude Jade und Georges Descrières eine Nebenrolle in „Maître Pygmalion“ und 1980 trafen die beiden erneut auf der Bühne zusammen: diesmal in Falcons Heimatstadt Lyon, wo er heute vor 100 Jahren geboren wurde. In Jean Racines „Britannus“ spielte Falcon neben Claude Jade (Junie), Maria Casarès (Agrippina), Bruno Constantin (Nero), Jean-Paul Lucet (Britannicus), Agnès Chentrier  (Albina) und Jean Meyer (Narcissus) den Burrhus.
Jean Meyer, der „Britannicus“ am Théâtre des Célestins 1980 inszeniert hatte, war dort seit 1967 Leiter des Hauses. Wie Falcon war auch er langjähriges Mitglied der Comédie Française. Mit Claude Jade inszenierte Meyer sechs und mit Falcon zwei Stücke am Theater in Lyon, dem Falcon auch nach Meyers Abschied treu blieb und nun unter der Regie seines „Britannicus“-Partners Jean-Paul Lucet spielte.

110. Geburtstag Henri Langlois

Vor 110 Jahren wurde Henri Langlois (1914-1977), einer der Gründer der Cinémathèque Française, geboren. 1968 wird Langlois zum Politikum: Am 7. Februar – zwei Tage nach Drehbeginn zu „Baisers volés“ – erfährt François Truffaut, dass sein einstiger Förderer, der kultisch verehrte, doch als Leiter als „unaufgeräumt“ beurteilte Henri Langlois als Chef der Cinémathèque durch Pierre Barbin, einen Mann aus dem Gefolge des Kulturministers André Malraux ersetzt werden soll. Die einstigen Kinder der Cinémathèque und die Ehemaligen der „Cahiers du cinéma“, François Truffaut, Jean-Luc Godard, Jacques Rivette und Claude Chabrol, sind bereit, den Kampf um Langlois aufzunehmen. Unter Truffauts Leitung formiert sich ein aus mehreren Generationen bestehendes Komitee zur Rettung Henri Langlois’.

Auszug aus der „Biographie François Truffaut“ von Serge Toubiana und Antoine de Baeque

François Truffaut mobilisiert Filmschaffende aus aller Welt, die nun die Projektion ihrer Filme in der Cinémathèque untersagen, solange Langlois nicht wieder im Amt sei. Es solidarisieren sich unter anderem Jacques Tati, Jean Renoir, Josef von Sternberg, Charles Chaplin, Gloria Swanson, Akira Kurosawa, Jean-Pierre Mocky, Jerry Lewis, Roberto Rossellini, Fritz Lang, Richard Lester. Truffaut greift in Artikeln Malraux an. Am 12. Februar versammeln sich fast dreihundert Regisseure, Schauspieler, Kritiker und Filmliebhaber vor dem Eingang der Cinémathèque, mit François Truffaut, Jean-Pierre Léaud und Claude Jade an der Spitze. Sie blockieren den Zugang.

François Truffaut und Jean-Pierre Léaud mit Claude Jade (im Profil hinter Léaud) bei der Demonstration.


Nur zwei Tage später greift die Polizei ein. Etwa dreitausend Demonstranten treffen auf der Esplanade vor dem Trocadéro ein. Sie werden von dreißig Mannschaftswagen der Polizei und von mobilen Einsatztruppen eingekesselt. Die Polizei setzt Knüppel ein. Truffaut erleidet eine Gehirnerschütterung, Bertrand Taverniers Gesicht ist blutüberströmt… Die Demonstranten weichen der Staatsgewalt, doch die Öffentlichkeit solidarisiert sich mit ihnen. Der Kampf um Langlois wird im März zum Politikum, zwei Monate vor dem Pariser Mai. Und so entsteht der Film eher neben diesem Kampf, der Truffaut vollkommen einnimmt. In den DVD-Kommentaren erinnert sich Claude Jade: „François kam oft zu spät, er verpasste Proben; am Ende ist es ein kleines Wunder, dass der Film so wunderbar wurde.“

Mit dem Kampf um Langlois beschäftigt, dreht Truffaut seinen Film, der bereits im Vorspann auf den Kampf um die Cinémathèque verweist. Eine Kamerafahrt auf den Eingang des Filmmuseums endet auf dem Schild „Vorübergehend geschlossen“; darüber die Zueignung an Henri Langlois.

François Truffaut, Henri Langlois und Claude Jade bei der Premiere von „Baisers volés“. Fotos oben links: © Ulla Josephsson / ADAGP



Am 4. September erlebt „Baisers volés“ seine Premiere in der Cinémathèque française. Der alte und neue Hausherr Henri Langlois, dem der Film gewidmet ist, macht Truffaut einen Vorschlag. Er sähe das junge Paar gerne in einer Fortsetzung: „Verheiraten Sie Jean-Pierre Léaud und Claude Jade!“ François Truffaut dreht sie 1970 mit „Domicile conjugal“.

Baisers volés an François Truffauts 40. Todestag bei Arte

François Truffauts Todestag jährt sich heute zum 40. Mal. Arte nimmt zu Ehren des Regisseurs seinen Filmklassiker „Baisers volés“ (Geraubte Küsse) ins Programm.
Da „Domicile conjugal“ (Tisch und Bett) und „L’amour en fuite“ (Liebe auf der Flucht) in der Mediathek des Senders bereits  seit dem 1. Oktober ihren Platz haben, ist die Trilogie um Antoine Doinel (Jean-Pierre Léaud) und seine Freundin und spätere Frau Christine Darbon (Claude Jade) vollständig.

Die Trilogie des Paares Antoine und Christine in François Truffauts Doinel-Zyklus nun bei Arte

War die Filmkritik sich 1968 einig, dass „Baisers volés“ der beste französische Film des Jahres war, so wurde er kürzlich im Podcast von France Inter einmütig als bester Film von François Truffaut bezeichnet. Ein Aspekt von „Baisers volés“ sei François Truffauts Fähigkeit, die Grenze zwischen Autorenkino und Mainstream-Kino aufzuheben, sowohl Cineasten als auch das breite Publikum zu erreichen, ohne dabei den künstlerischen Anspruch zu opfern.
Die Ansage des Mannes, der Christine verfolgt und ihr am Ende im Beisein Antoines einen Antrag macht, spiegelt den gesamten Film wider: witzig, berührend, überraschend und sogar absurd. Truffaut selbst sagte: „Mit den Jahren, die vergehen, glaube ich, dass diese letzte Szene aus Baisers volés, die mit viel Unschuld gemacht wurde, ohne dass ich selbst wusste, was sie aussagen wollte, fast zu einem Schlüssel für alle Geschichten wird, die ich erzähle.“ Heute wissen wir von François Truffauts Heiratsantrag an seine Hauptdarstellerin.

Jean-Pierre Léaud, Claude Jade, François Truffaut Baisers volés

Der Filmdienst schrieb im Januar 2007 in seinem Nachruf auf Claude Jade, Truffaut habe seiner Hauptdarstellerin am Ende von Baisers volés eine der schönsten Liebeserklärungen des Kinos gemacht: Der Unbekannte, der ihr am Ende einen Heiratsantrag macht und dann geht, ist wie Doinel ein Alter ego Truffauts.


Der Filmkritiker und Regisseur Hans-Christoph Blumenberg sprach dazu 2024 im Podcast „François Truffaut – Der Mann, der die Frauen liebte“ im Gespräch mit Josef Schnelle, wie grausam es war, dass er Claude Jade kurz vor der geplanten Hochzeit sitzen ließ (mehr dazu bei „Geraubte Küsse“ und in der Animation Smartphone von François Truffaut von INA und Libération) und dennoch immer wieder mit ihr Filme drehte. Filmhistoriker Robert Fischer ergänzt, dass er manche Hauptdarstellerinnen zweimal und Claude Jade sogar dreimal besetzte. Im ersten Film sei es immer die Geschichte eines Mannes, der im Begriff ist, sich in diese Frau zu verlieben und der zweite Film ist jeweils der Film eines Mannes, der bereits der Freund oder Partner dieser Person ist. Nach Ablauf des Podcasts sind die Gespräche von Josef Schnelle mit Robert Fischer, Hans C. Blumenberg, Gertrud Koch und  Michael Klier im April 2025 als „Der Mann, der das Kino liebte“ bei Schüren erschienen.
Dank Arte kann dann auf „Baisers volés“ jener Film folgen, von dem Henri Langlois, dem Baisers volés gewidmet ist, sich wünschte, dass Antoine und Christine heiraten: „Domicile conjugal“.

Animation „Baisers volés – Geraubte Küsse“ von Gabrielle Selnet

Ebenfalls in der Arte Mediathek ist eine einminütige Animation der Regisseurin Gabrielle Selnet mit ihrer eigenen Sicht auf den Filmklassiker, die Arte zu François Truffauts Todestag am 21. Oktober 2004 in der Reihe Short Cuts ausstrahlte.

„Baisers volés“ (Geraubte Küsse) als einminütige Animation von Gabrielle Selnet

Short Cut Baisers volés Arte France
Short Cut Geraubte Küsse Arte deutsch

François Truffaut, Claude Jade und Jean-Pierre Léaud

„Als junger Schauspieler neigt man oft dazu, Dinge tun zu wollen, bevor man sie spürt.“ (Claude Jade) arte-Magazin Oktober 2024

„Als junger Schauspieler neigt man oft dazu, Dinge tun zu wollen, bevor man sie spürt.“ (Claude Jade) arte-Magazin Oktober 2024

mehr zum Film hier
Baisers volés – Geraubte Küsse

ab heute, 21. Oktober bis 4. November in der Mediathek „Baisers volés“ (Geraubte Küsse)
Ausstrahlung 21:40

Geraubte Küsse (deutsche Fassung)
https://www.arte.tv/de/videos/011587-000-A/geraubte-kuesse/
Baisers volés
https://www.arte.tv/fr/videos/011587-000-A/baisers-voles/

Seit dem 1. Oktober 2024 bis zum 1. Februar 2025 in der Arte Mediathek:
Tisch und Bett (deutsche Synchronfassung)
https://www.arte.tv/de/videos/011981-000-A/tisch-und-bett/
Domicile conjugal
https://www.arte.tv/fr/videos/011981-000-A/domicile-conjugal/
Liebe auf der Flucht (deutsche Synchronfassung)
https://www.arte.tv/de/videos/045938-000-A/liebe-auf-der-flucht/
L’amour en fuite
https://www.arte.tv/fr/videos/045938-000-A/l-amour-en-fuite/

Oktober 2024

„Jedes Jahr, wenn der Oktober wiederkehrt, entsteht in mir in der Herzgegend eine kleine Erwärmung: Ah, Oktober, das wird Claudes Geburtstag sein.“ (François Truffaut, 1982)
„Chaque année, lorsque revient le mois d’octobre, un petit réchauffement se produit en moi dans la région du cœur: Ah, octobre, cela va être le birthday de Claude.“ (François Truffaut, 1982)

Heute vor 76 Jahren wurde Claude Jade geboren.

Am 21. Oktober 2024 jährt sich zum 40. Mal François Truffauts Todestag. Arte ehrt ihn und gibt die Möglichkeit zu einem Wiedersehen mit des Chronik des Paares Antoine Doinel und Christine Darbon. Seinen schönsten Film „Baisers volés“ (Geraubte Küsse) zeigt Arte am 21. Oktober, gefolgt von einem Porträt des Schauspielers Jean-Pierre Léaud. Bereits ab dem 1. Oktober sind die beiden weiteren Filme „Domicile conjugal“ (Tisch und Bett) und „L’amour en fuite“ (Liebe auf der Flucht) in der arte Mediathek zu entdecken oder wiederzuentdecken.

Zwar werden die Filme immer wieder in französischen und deutschen Kinos gezeigt, ob nun zu einer Hommage an Claude Jade im Berliner Kino Lichtblick, bei einer Jean-Pierre-Léaud-Retrospektive in Düsseldorf oder in etlichen Reihen zu Ehren von François Truffaut im Berliner Babylon. Zu Truffauts 30. Todestag zeigten in Paris die Cinémathèque und in Berlin das Lichtblick Truffaut-Werkschauen  . Doch im Fernsehen waren sie zuletzt vor zwölf Jahren zu sehen.

Arte zeigt im Oktober und November 2024 die François-Truffaut-Filme „Baisers volés“, „Domicile conjugal“ und „L’amour en fuite“ mit Jean-Pierre Léaud und Claude Jade.

Seit dem 1. Oktober 2024 bis zum 1. Februar 2025 in der Arte Mediathek:
Tisch und Bett (deutsche Synchronfassung)
https://www.arte.tv/de/videos/011981-000-A/tisch-und-bett/
Domicile conjugal
https://www.arte.tv/fr/videos/011981-000-A/domicile-conjugal/
Liebe auf der Flucht (deutsche Synchronfassung)
https://www.arte.tv/de/videos/045938-000-A/liebe-auf-der-flucht/
L’amour en fuite
https://www.arte.tv/fr/videos/045938-000-A/l-amour-en-fuite/

Vom 21. Oktober bis 4. November dann auch „Baisers volés“ (Geraubte Küsse)

Geraubte Küsse (deutsche Fassung)
https://www.arte.tv/de/videos/011587-000-A/geraubte-kuesse/
Baisers volés
https://www.arte.tv/fr/videos/011587-000-A/baisers-voles/

 

François Truffaut, Jean-Pierre Léaud und Claude Jade. Baisers volés

Mehr Informationen hier:

Baisers volés (Geraubte Küsse)

Domicile conjugal (Tisch und Bett)

L’amour en fuite (Liebe auf der Flucht)

Cinémathèque suisse Hommage à François Truffaut

Die Cinémathèque suisse in Lausanne widmet François Truffaut eine Hommage.
Baisers volés: 6. Oktober, 12. Oktober, 18. Oktober
Domicile conjugal: 6. Oktober, 13. Oktober, 19. Oktober
L’amour en fuite: 6. Oktober, 15. Oktober, 29. Oktober

Der Pfad vor der Cinémathèque an der Avenue de théâtre in Lausanne ähnelt ein wenig dem Park an der Avenue Breteuil am Ende von „Baisers volés“.

Neben den drei Filmen mit Jean-Pierre Léaud und Claude Jade laufen die Doku „Le scénario de ma vie“ von David Teboul sowie „Les 400 coups“ und „L’argent de poche“.

https://live.cinematheque.ch/?category=2110-hommage–franois-truffaut

Didier Kaminka 1943 – 2024

Am 25. September starb der französische Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Didier Kaminka. Sein Regiedebut gab er 1975 mit der Anarcho-Komödie „Trop c’est trop“, in dem er eine der Hauptrollen spielte und auch Claude Jade besetzte.

„Trop c’est trop“ (1975) von Didier Kaminka


Bekannter wurde er als Drehbuch- und Dialogautor von 14 Komödien seines Freundes Claude Zidi, unter anderem „La Totale“, der Vorlage zu James Camerons „True Lies“, und den drei „Les Ripoux“-Krimikomödien mit Thierry Lhermitte und Philippe Noiret.
In Didier Kaminkas Regie-Erstling „Trop c’est trop“ spielte Claude Jade als Patricia eines der drei Mädchen, das die Helden anbaggert. „Trop c’est trop“ ist die Geschichte der drei Freunde Didier (Kaminka), Georges (Beller) und Philippe (Ogouz), die am selben Tag unter einem Gemälde von Pétain geboren wurden und auf der Suche nach ihrer großen Liebe aus der Kindheit sind. Jene Edina ist bei einem Unfall ums Leben gekommen und sie landen bei drei verliebten Miezen, gespielt von Claude Jade, Chantal Goya und Nicole Jamet, damals Kaminkas Ehefrau.

Claude Jade, Nicole Jamet, Chantal Goya, Georges Beller, Didier Kaminka und Georges Beller "Trop c'est trop"

Claude Jade, Nicole Jamet, Chantal Goya, Georges Beller, Didier Kaminka , Georges Beller „Trop c’est trop“

In ihren Erinnerungen „Baisers envolés“ erinnert sich Claude Jade:
„„Trop c’est trop“ hatte etwas von einer Schulfreizeit. Das Thema war vollkommen verrückt; jede Zeile war voller Witz und Erfindungsgabe, die Gags zündeten „wie aus der Hüfte geschossen“. Die Gags waren sehr visuell; wir amüsierten uns köstlich und hatten viel Spaß.“

„Trop c’est trop“ von Didier Kaminka

Die Besetzung war unglaublich: Aus seiner Mitwirkung an Pierre Richards Komödie „Je sais rien, mais je dirai tout“ im Jahr 1973 entstand seine Freundschaft mit Richard, Georges Beller und Luis Rego, der aus der Truppe der Charlots stammte, die ebenfalls in „Trop c’est trop“ mitspielten. In weiteren Auftritten sind Daniel Gélin, Jean Carmet, Daniel Prévost, Raymond Bussières, Darry Cowl, Jose Luis de Vilallonga, Micha Bayard, Bernard Menez und Marcel Dalio zu erleben. Didier Kaminka drehte erst 1987 mit „Tant qu’il y aura des femmes“ seinen zweiten eigenen Film, dem bis 1996 vier weitere folgten. Kaminka blieb in erster Linie Drehbuchautor – neben seinen Arbeiten für Claude Zidi auch für François Leterrier („Le garde du corps“), Christian Gion, Pierre Richard und Édouard Molinaro.

Nach „Trop c’est trop“ drehte Didier Kaminka als Regisseur unter anderem „Tant qu’il y aura des femmes“, „Les cigognes n’en font qu’à leur tête“ und „Ma femme me quitte“

„Die Komödie ist eine Geisteshaltung, sie ist Spott, sie ist eine Art zu leben“, amüsierte sich Didier Kaminka. „Das Leben und die Fiktion funktionieren zusammen. Manche Filmautoren erzählen ihr Leben, und andere, zu denen ich gehöre, sind da, um sich zu amüsieren. In meinem ganzen Leben habe ich nie das Gefühl gehabt, dass ich arbeite, niemals“.

 

France Inter Podcast Baisers volés

Einen Monat, bevor Arte am 21. Oktober 2024 zum Todestag von François Truffaut „Baisers volés“ (Geraubte Küsse) ausstrahlen wird, bringt France Inter einen Podcast zu „Baisers volés“:

Die Kritiker von „Le Masque et la Plume“ – Michel Aubriant, Pierre Billard, Jean-Louis Bory und Pierre Marcabru – sind sich einig, dass  „Baisers volés“ der schönste Film des Jahres 1968 und heute der schönste Film von Truffaut ist.

Mit Baisers volés schuf François Truffaut einen Film, der zugleich zart und zutiefst menschlich ist: ein betörendes Werk. Die Geschichte knüpft an Quatre Cents Coups an, ist aber reifer und sensibler. Für Pierre Marcabru ist Baisers volés ein Film „ganz in Sensibilität, ganz in Nuancen“, der von einer perfekten Beherrschung seiner Figuren und der Schauspielerführung zeugt.

Einer der faszinierendsten Aspekte von Baisers volés ist François Truffauts Fähigkeit, die Grenze zwischen Autorenkino und Mainstream-Kino aufzuheben. Pierre Billard betont bewundernd, dass „jeder Zuschauer alles verstehen wird, ständig gerührt ist und begeistert herauskommt“. Mit seiner Mischung aus Emotion und Reflexion gelingt es Truffaut, sowohl Cineasten als auch das breite Publikum zu erreichen, ohne dabei den ästhetischen Anspruch zu opfern.

Der Film ist eine echte Reflexion über die Liebe und die Gefühle der Jugend. Der Film ist zugleich witzig und zärtlich und bietet markante Szenen, wie das wiederholte mysteriöse Auftauchen des Mannes in Gabardine, der Claude Jade folgt und laut Pierre Billard „einen fulminanten intellektuellen und emotionalen Schock“ auslöst.

https://www.radiofrance.fr/franceinter/podcasts/le-masque-et-la-plume/baisers-voles-de-truffaut-1209112

Les critiques du „Masque et la Plume“ – Michel Aubriant, Pierre Billard, Jean-Louis Bory et Pierre Marcabru -sont unanimes pour dire que le film de François Truffaut „Baisers volés“ est le plus beau film de l’année 1968 et aujourd’hui le plus beau film de Truffaut.

Avec Baisers volés, François Truffaut signe un film à la fois délicat et profondément humain : une œuvre envoûtante. L’histoire s’inscrit dans la continuité des Quatre Cents Coups, avec davantage de maturité et de sensibilité. Pour Pierre Marcabru, Baisers volés est un film „tout en sensibilité, tout en nuances“, qui témoigne d’une maîtrise parfaite de ses personnages et de la direction d’acteurs.

L’un des aspects les plus fascinants de Baisers volés est la capacité de François Truffaut à abolir la frontière entre cinéma d’auteur et cinéma populaire. Pierre Billard souligne avec admiration que „n’importe quel spectateur comprendra tout, sera ému en permanence et sortira ravi“. En mêlant émotion et réflexion, Truffaut parvient à toucher aussi bien les cinéphiles que le grand public, sans pour autant sacrifier l’exigence esthétique.

Le film est une véritable réflexion sur l’amour et les sentiments de jeunesse. Le film, à la fois drôle et empreint de tendresse, propose des scènes marquantes, comme l’apparition mystérieuse et répétée de l’homme en gabardine qui suit Claude Jade et apporte, selon Pierre Billard, „un choc intellectuel et émotionnel fulgurant“.



Baisers volés – Geraubte Küsse

Neben „Geraubte Küsse“ sind im Oktober und November 2024 auch „Domicile conjugal“ (Tisch und Bett) und „L’amour en fuite“ (Liebe auf der Flucht) in der Arte Mediathek zu sehen.

Paul Barge 83

Paul Barge und Claude Jade: 1968 in „Sous le signe de Monte Cristo“, 1972 in „La Mandragore“ und von 1998 bis 2000 in „Cap des Pins“

Paul Barge, der heute seinen 83. Geburtstag feiert, hatte seine erste Hauptrolle 1968 in André Hunebelles modernisierter Dumas-Adaptation „Sous le signe de Monte-Cristo“, der in Deutschland als „Der Rächer aus dem Sarg“ (BRD) und „Gejagt wie Monte Christo“ (DDR) lief. Seine Partnerin war Claude Jade, die als Linda nach „Geraubte Küsse“ ihre zweite Filmrolle hatte.

Der französische Widerstandskämpfer Edmond Dantès wird nach einer Intrige falscher Freunde als Verräter und Nazi-Kollaborateur verurteilt. Ihm und dem Mitgefangenen Bertuccio (Paul Le Person) gelingt die Flucht nach Südamerika, wo sie mit dem Mädchen Linda (Claude Jade) und dem Trinker Faria (Pierre Brasseur) einen Schatz finden. Nach zwanzig Jahren kehrt er mit Linda und Bertuccio zurück, um sich an den Schuldigen zu rächen. Der damals unbekannte Paul Barge spielte neben Altstars wie Pierre Brasseur, Michel Auclair und Raymond Pellegrin und den beiden jungen Entdeckungen Anny Duperey und Claude Jade.

Kino-Programmheft „Der Rächer aus dem Sarg“

Die Filme „Sous le signe de Monte Cristo“ und „L’étrangleur“ machen Paul Barge bekannt.

Aufsehen erregte er als „Schakal“ neben Jacques Perrin in Paul Vecchialis „L’étrangleur“ (Der Würger mit dem weißen Schal), in dem er die zuvor von Perrin ermordeten Frauen ausraubt.  1972 stärkt er seine Popularität mit der Rolle des Numa in der Serie „Les gens de Mogador“. Im selben Jahr spielen Paul Barge und Claude Jade erneut zusammen in „La Mandragore“, Philippe Arnals Verfilmung von Macchiavellis „Mandragola“.


Als Callimaco begehrt er Lucrezia (Claude Jade), die schönste Frau aus Florenz, die mit Nicia, dem „dümmsten und am einfachsten gestrickten Mann von Florenz“ verheiratet ist. Durch seine Verkleidungen als Wunderheiler und als in vom Gatten in Lucretias Bett geschobener Jüngling soll er dem kinderlosen Paar zu Nachwuchs verhelfen.


1998, dreißig Jahre nach „Sous le signe de Monte Cristo“, beginnt dann die Serie „Cap des Pins“, in der Claude Jade und Paul Barge zwei Jahre lang in 281 Episoden die Hauptrollen spielen.


In der ersten französischen Daily Soap ist Paul Barge der Kosmetikkonzernchef Gérard Chantreuil, der seine Frau Anna (Claude Jade) mit Affairen demütigt und bevormundet. Doch Anna lehnt sich – auch mithilfe ihrer Kinder Brice (Raphael Baudoin) und Louise (Mélanie Maudran) und Schwiegermutter Agathe (Dora Doll) auf.

Paul Barge, Claude Jade, „Cap des pins“

Sie hat auch einen Liebhaber (Jean-Claude Bouillon), doch Gérard will Anna zurück. Paul Barge und Claude Jade hatten auch geplant, gemeinsam in Strindbergs „Totentanz“ zu spielen.
Zu Paul Barges Geburtstag eine Collage aus den drei Kino- und Fernsehproduktionen mit Claude Jade

https://www.youtube.com/watch?v=Z3-HQDjag00&t=5s

und ein Video aus den ersten Folgen der Serie „Cap des Pins“.

https://www.youtube.com/watch?v=vduz3IP2p7A&t=4316s